Spannende Bücher, spannende Gespräche
00:00:00: Wir saßen zehnmal um die zwei bis drei Stunden, manchmal sogar noch länger zusammen.
00:00:06: Selten setzt man sich hin und sagt so jetzt reden wir drei Stunden über die Liebe oder den Tod.
00:00:12: Wir saßen zwischen Körperteilen eingelegt in Formal der Hüt und Embryonen und Gehirne und einen Mensch aufgeschnitten, dass man Schubladen rausziehen konnte, sich den ansehen konnte.
00:00:26: Sich ein paar Fragen daraus zu picken, ein paar Themen und so was nachzustellen.
00:00:31: Wenn das passiert, ist das unvorstellbar
00:00:35: schön.".
00:00:48: Wunderamn des Jahres!
00:00:48: Ich frag mich sehr, dass du da bist.
00:00:50: Christine Vestermann ist unterwegs und feiert – ich weiß nicht was.
00:00:54: Er hat hoffentlich ein schönes Leben.
00:00:55: aber wir reden beide heute über euer gemeinsames Buch.
00:00:59: Wann wusstest du das es gut wird?
00:01:01: Und zwar über das Leben und seine Geheimnisse.
00:01:04: Jeder von uns hat ja Geheimnisse.
00:01:06: bei jedem läuft das Leben anders.
00:01:08: ihr moderiert normalerweise einen Bücher-Podcast zusammen.
00:01:11: jetzt habt ihr ein Buch gemeinsam zusammengemacht.
00:01:15: Hast du was Neues gelernt über Christine in der Zusammenarbeit?
00:01:19: Also erstmal Hallo, schrei mich total über die Einladung und soll auch ganz lieb prüßen von Christine!
00:01:25: Ich habe so viel gelernt in der gemeinsamen Zusammenarbeit.
00:01:28: also das Buch ist ja nicht das erste Mal dass wir zusammen etwas veranstalten.
00:01:32: Wir haben ja seit zwei Jahren ein Bücher-Podcast sind quasi Kolleginnen.
00:01:37: Auch da reden wir viel über das Leben.
00:01:39: Aber dieses Buch ist daraus entstanden, dass wir gemerkt haben, da sind einfach Themen die sind zu groß für einen Podcast der ja vor allem ein Bücher-Podcast ist.
00:01:47: Also wenn sich höheren wünschen, als wir übers Thema Glaube sprechen haben, dann werden wir in diesem Bücher podcast gar nicht gerecht und brauchen eine neue Form.
00:01:55: Und deswegen war das hier in dem Buch nochmal viel tiefer was wir so besprechen konnten und besprochen haben.
00:02:03: Und ohne Buch dazwischen?
00:02:04: Das muss man ja auch noch mal sagen.
00:02:06: Sonst ist das Buch immer der Impulsgeber, jetzt habt ihr euch in diesem Raum geöffnet... Ohne Zwischentür im Grunde.
00:02:14: Und da habe ich mir gedacht, vielleicht lernt man dann die Kollege mit der man zusammenarbeitet und beruflich natürlich über Themen spricht, die das Buch dann hergibt.
00:02:22: doch nochmal mehr.
00:02:23: Das Setting ist einfach ihr seid die zwei Frauen, die wir kennen, die sonst auch zusammenarbeiten.
00:02:28: zehn große Themen und zehn Orte sind auch noch mal damit verbunden.
00:02:32: Das ist eine ganz berührende Situation.
00:02:39: Ort-Idee, die es erst relativ spät entstanden und hat dann einen überraschenden großen Raum eingenommen in diesen gesamten Projekt.
00:02:47: Also dass wir uns fast dann versucht haben zu übertünchen mit
00:02:51: unseren
00:02:52: Ideen womit wird die andere überraschen?
00:02:54: Und natürlich wie du sagst lernt man in solchen Gesprächen.
00:02:58: Wir saßen zehnmal um die zwei bis drei Stunden manchmal sogar noch länger zusammen.
00:03:03: das habe ich Nicht mal mit meinem Partner in der Intensität, in der Kürze der Zeit so geschaffen.
00:03:11: Weil selten setzt man sich hin und sagt jetzt reden wir drei Stunden über die Liebe oder über den Tod was ein extrem bewegendes Gespräch war.
00:03:19: Über Antrieb,
00:03:20: über das Ende ja genau.
00:03:21: Über
00:03:21: Niederlagen, über den Körper.
00:03:23: und das System ist quasi so... In jedem Kapitel Interviewt eine, die andere.
00:03:28: Das heißt man war auch wirklich anders als im Podcasts wo wir uns einfach unterhalten.
00:03:33: Wir hatten feste Rollen.
00:03:35: also zum Thema Körper interviewt Christine mich und ich bin wirklich nur die Antwortgeberin und die Regel war keine Rückfragen.
00:03:42: Aber
00:03:42: das ist ja auch um Neuse.
00:03:43: Dann stellst du ja auch die Fragen in deinem Job?
00:03:46: Und auf einmal machst du ja auf!
00:03:48: Auf einmal gibst du was von dir ab auch und... Absolut!
00:03:51: Man merkt so okay ihr wollt diesen Raum betreten Zeitig will man sich ja auch schützen.
00:03:57: Man ist öffentlich, wird auch nicht zu viel preisgeben.
00:04:00: aber wenn man auf dem Leben so rumkaut, ja?
00:04:02: Wenn man sich wie in so einer Schaukel da reinfallen lässt lesend in dieses Buch dann gibt es auch Momente wo ihr über die Grenze geht.
00:04:13: Wo ich plötzlich was Neues wirklich etwas Neues über also wir kennen uns jetzt das erste Mal auch erfahre was mich wirklich überrascht hat und ich glaube das ist das geschenk abgesehen davon dass es auch eine einladung ja an uns ist selbst drüber nachzudenken.
00:04:29: sie ist jetzt wollte in die fragen roll verfallen und fragen was hat dich denn überrasacht?
00:04:32: aber heute gebe ich auch die antworten.
00:04:34: wenn du es erzählen magst würde es mich total interessieren weil es ist ja irgendwie so man steckt da jetzt so tief drin.
00:04:40: und ich weiß natürlich was mich überraschte von dem was christine mir erzählt hat zum beispiel weil du grad danach als erstes gefragt hattest weiß, dass sie damit hadert wie alt sie auf dem Papier ist und ich weiß, wie jung sie sich innerlich fühlt.
00:04:55: Und ich weiß das unsere Verbindung auch deshalb so starkes und weit über eine Kollegenschaft hinausgeht bis hin zu einer Freundschaft weil wir uns irgendwie es klingt so ein bisschen esoterisch aber unsere Seelen sind irgendwie so naheinander.
00:05:08: da sind keine forty-fünf Jahre Aber auf den Papier und körperlich sind Sie eben da!
00:05:13: Ich habe ein bisschen mehr einen Gespür dafür bekommen, auch explizit durch die Gespräche für dieses Buch.
00:05:21: Was es bedeutet als Frau?
00:05:24: älter zu werden.
00:05:24: Und was bedeutet, wenn der eigene Körper einem Grenzen setzt und man einfach an bestimmten Punkten auch nicht mehr so gesehen wird wie früher?
00:05:32: Christine stand ja auch immer im Rampenlicht und ich fühle das jetzt wie es ist Fernsehmoderatoren zu sein.
00:05:39: Jetzt zu Gast in dem Podcast hier laufen ja auch Kameras und sonst immer dieses Gesehenwerden und wenn man plötzlich merkt, man wird älte als Frau und gerät ein bisschen an den Rand und es drehen sich vielleicht nicht mehr alle Männer um und da denkt man ja sonst glaube Mit Zweiunddreißig eher nicht so drüber nach, aber durch Christine ist mir das jetzt schon sehr viel bewusster und ich habe wie eine Art Dankbarkeit oder Demut vor dem Jungen sein.
00:06:04: gewonnen.
00:06:04: Ist
00:06:05: tatsächlich zu genießen, weil wir die wir jetzt ja älter sind denken haben wir das denn damals genossen?
00:06:10: Haben wir das aufgesogen dieses glück einfach aufzustehen und alles ist da und alles funktioniert.
00:06:17: und trotzdem es ist ja auch ein bisschen klar ein kollegingespräch vielleicht auch einen freundlichen gespräch Es ist ja noch ein generationen talk den hättest du ja auch mit deiner mutter mit einer großmutter Mit deiner tante oder einer elteren kusine oder freunden auch führen können.
00:06:33: was anderes, dass ihr auch Kolleginnen seid?
00:06:35: Es ist vor allem etwas Anderes das Kristine nicht mit mir verwandt ist.
00:06:39: Also natürlich hätte ich zwischen meiner Oma und Kristine liegen vier Jahre Altersunterstehende glaube ich.
00:06:44: also meine oma ist ein Takken-Elter aber das wäre absolut auch in der Range gewesen, dass meine Oma siebenundseinzig gerade ist.
00:06:51: und ich glaube es funktioniert nur so gut zwischen uns weil so ein Verhältnis niemals aufgekommen ist, wie da schaut jemand omahaft auf mich herunter oder ich schaue so ein bisschen das alter Lächeln zu ihr auf.
00:07:06: Oder auch so erfurchtsvoll auf.
00:07:08: natürlich habe ich erfurcht vor ihr und natürlich hab ich Respekt für ihr.
00:07:11: Ich merke aber im Gegenzug dass sie das auch von mir hat.
00:07:14: also das ist ein bisschen alterslos.
00:07:16: unsere Bewunderung füreinander es wirklich eher so.
00:07:20: wir sehen die Wir sehen die Frau, wir haben eine Faszination füreinander.
00:07:25: Wir haben beim allerersten Treffen gemerkt ... Verbindung so eine Tiefe entsteht und wir nur so beieinander sind.
00:07:34: Das war wie ein erstes Date, was mir da hatte aber auf einer Freundschaft.
00:07:37: Auf einem
00:07:38: Schwaden auf dem Weg ins Unterholz.
00:07:42: Ihr wart so intensiv ins Gespräch, dass ihr zwischendurch sagt, okay, wir müssen uns hier auch mal auf das Tretboot ein bisschen konzentrieren.
00:07:49: Und deswegen ist es einfach... Es ist so schön, Frau gefunden habe, ich glaube auch das passiert nicht so oft mit so einem großen Altersunterschied.
00:07:59: Mit der ich so frei reden kann wie mit einer Freundin und trotzdem ihr nicht so nahestehe wie zum Beispiel meiner Oma.
00:08:06: meine Oma zu fragen Wie glaubst du, fühlt sich Sterben an und wie möchtest du beerdigt werden?
00:08:13: Das hat natürlich noch mal eine ganz andere Emotionalität als jetzt bei Christine.
00:08:17: Die ich es wenige Jahre kenne die mir sehr nahesteht aber die so ein bisschen freier einfach mit mir umgehen kann und nicht mit ihr weil wir wissen wir sind eben nicht verwandt.
00:08:27: Ja das stimmt das ist wahrscheinlich nochmal eine andere Grenze dann die dazwischen liegt und trotzdem... Ist ja in einem Beruf schon viele Jahre tätig, den du jetzt auch ausübst.
00:08:38: Den ich auch aus übe.
00:08:39: es ist auch ein Beruf.
00:08:40: mit Öffentlichkeit verändert das den Blick auch.
00:08:44: oder war das hilfreich zu wissen sie ist auch eine Person die das auch
00:08:48: kennt
00:08:49: weil beim Antrieb zum Beispiel das Thema klar sagt man Es ist vielleicht auch Öffentlichkeit es ist vielleicht Geld es sind natürlich auch die Themen die euch interessieren aber macht dass einen Unterschied Wenn man öffentliche Alter hat, wenn man über Körper schlicht.
00:09:04: Also wäre das nicht der Fall?
00:09:06: Ja, es war ja genau meine Frage mit der ich in dieses Antriebs, in dieses erste Interview reingegangen bin.
00:09:11: Am Anfang des Kapitels gibt's immer so ein kleines Intro was die Person schreibt, die dann das Interview führt.
00:09:15: und das starte ich damit dass ich mir meine Rente vorstelle Und ich stelle mir das so vorher, dass ich in meiner zweiten Heimat in Marokko auf so einem Berg sitze und alle Sorgen von mir werfen kann und so eine pure Entspannung fühle und einen Buch auf meinem Schoß und ne Tasse Pfefferminz-Tee daneben.
00:09:33: Ich bin Rentnerin, ich bin frei.
00:09:35: Und so habe ich mir das immer vorgestellt und durch Christine habe ich gelernt, so muss es nicht sein.
00:09:41: auch mit über seventy-fünf kann man noch genau so angetrieben und genauso lebenshungrig sind wir.
00:09:48: so ein blödes Wort damit.
00:09:50: Ich glaube, es ist aber so.
00:09:51: Genau!
00:09:51: Es fühlt sich an Christine hat so richtig Bock noch zu leben und hat überhaupt kein Bock auf ein Berg oder eine Decke in die Weite gucken und keine Sorgen haben sondern sie mag das auch immer wieder gechallengt zu werden aus ihrer Komfortzone rauszugehen jetzt sowas wie so einen Buch anzugehen den Podcast das sind ja alles Dinge die sie so auch in der Konstellation noch nicht gemacht hat Und das zu erleben, dass auch das meine Zukunft sein könnte.
00:10:16: und eine Christine die mich jetzt auch schon ein bisschen kennt.
00:10:20: Mir auch in diesem Buch an einer Stelle sagt ich glaube nicht, dass du da sitzen wirst mit der Decke.
00:10:24: Ich glaub nicht, ich glaube es ist ein bisschen utopisch was du dir vorstellst.
00:10:27: Ich glaube eher du wärst mit sieben und setz dich so sitzen hier wie ich und denken ach guck mal das hat Christine gemeint damals als sie gesagt hatte ich will nicht im Rente gehen.
00:10:36: Das ist schon wahnsinnig spannend weil das kann mir so natürlich... Niemand spiegeln der in einem, ich sag mal normalen nine to five drop gearbeitet hat und dann mit damals Anfang sechzig mittlerweile siebenundsechzig In renze gegangen ist und dann viel freizeit hatte weil kristine arbeitet würde ich sagen Ja eigentlich führe ich
00:10:54: noch Es ist eigentlich gar keine frage des alters es ist vielleicht eine frage der inneren wachheit Und das hattet ihr ja auch beide.
00:11:03: und dieses leben zu stören.
00:11:04: das habe ich mich so gefragt.
00:11:06: dass Hast du am Anfang auch erzählt, wenn ihr die Bücher besprecht kommt dir ja auch in den Austausch.
00:11:11: Also hast du das Leben noch mal intensiver gespürt mit dieser Frage?
00:11:15: Auch eben wann wusstest du dass es gut wird?
00:11:18: Das wissen wir alle nicht!
00:11:19: Wir können immer nur so eine Momentaufnahme machen jetzt ist es vielleicht gerade gut Jetzt habe ich Aufträge jetzt bin ich gesund jetzt geht's meiner Familie gut.
00:11:30: Also hast du mehr über das Leben gelernt, jetzt nochmal in diesem intensiven Dialog mit Christine Westermann oder auch vorher schon?
00:11:38: Ich glaube ich habe definitiv noch mal mehr gelernt.
00:11:42: Es gibt auch einen Kapitel, dass dreht sich um Achtsamkeit was für Christine ein riesiges Thema ist und für mich bisher immer so ein bisschen in der Klischeecke verschwunden ist.
00:11:51: also ich mache Yoga und ich mach Entspanungen und so Klappt auch ganz gut, aber dieses System von Achtsamkeit war für mich immer so kapitiam und all diese schlimmen Floskeln.
00:12:03: Und da habe ich durch Christine gelernt dass es vielleicht gar nicht... So übel ist sich mal an einem bestimmten Punkt so einer, das ist ja keine Methode.
00:12:13: Sondern es ist fast eine Lebenseinstellung, sich dem ein bisschen tiefer zu widmen weil ich an ihr gesehen habe wie lebensverändernd was sein kann wenn man sich immer wieder in allen Situationen so in sich selbst zurückziehen kann und in sich selber so eine Ruhe findet die ich manchmal jetzt mit Anfang dreißig so ein bisschen vermisse und Christine angucken denke Boah, darauf freue ich mich im Alter diese Gelassenheit zu haben.
00:12:35: Aber warum aufs Alter warten?
00:12:36: Vielleicht finde ich ja auch schon eine Methode jetzt für mich das zu integrieren bevor ich irgendwann komplett durchdreh weil mein Gehirn die ganze Zeit überpaste und ich wie so ein kleiner Welpe durch die Welt laufe und denke wo ist der nächste Job?
00:12:49: was kann ich jetzt machen?
00:12:51: Wohin soll's gehen?
00:12:51: Das wird
00:12:52: besser, macht dir keine Sorgen.
00:12:53: So waren wir alle.
00:12:54: Ja okay
00:12:54: gut.
00:12:54: Vielleicht ist es dann auch... Genau kann man natürlich auch so sehen, ne?
00:12:58: Man kann natürlich auch überpasten jetzt zu versuchen alles
00:13:01: zu optimieren
00:13:02: und ich kann ja als auch einfach gerade die Phase sein in der alles so wild und so vieles.
00:13:07: aber manchmal spüre ich das in mir selbst dass ich so dauerhaft unter Strom stehe und das Gefühl habe... Aber was
00:13:14: treibt dich denn an?
00:13:15: Antrieb ist ja fand ich ein sehr spannendes Kapitel, also die Frage was ist unser Antrieb anderen immer Fragen zu stellen?
00:13:25: Was ist dein Antrieb ja so im Leben auch zu stehen.
00:13:30: Ich glaube es sind verschiedene Dinge.
00:13:32: ich glaube ich habe schon immer eine sehr große Neugier auf alles was anders als ich liebe zum Beispiel Menschen zu begegnen die eine Leidenschaft haben aus meinem eigenen Empfinden gar nicht nachvollziehen kann.
00:13:45: Ich habe zum Beispiel jetzt ein Buch gelesen, der Einsiedler-Sommer von einer norwegischen Autorin.
00:13:51: Da geht es auf Fünfhundert Seiten darum, dass eine Frau im norwegischen Eichenwald einen Iremitenkäfer sucht.
00:13:57: Und man liest dann immer von dieser Wissenschaft, die ist auch Wissenschaftlerin der Autorin, liest man dann diese Texte über diesen Iremietenkäfer und ich habe so gemerkt das ist ihre ganze Welt also auch die Welt der Autoren und für mich ist es dann fünfhundertseitenlang meine Welt und das finde ich so toll dieser Eskapismus dieses Ich schlage einen Buch auf oder ich setze mich mit Christine irgendwo hin und wir tauchen ein in ihre Welt.
00:14:19: Oder unsern gemeinsamen kleinen Kosmos, und sind kurz mal raus aus dem ganzen Trubel drum herum und auch aus alldem Schlechten.
00:14:26: Ich moderiere ja auch die aktuelle Stunde zum Beispiel was Christine ja früher auch gemacht hat – Die Nachrichtensendung beim WDR!
00:14:32: Und das ist für mich das absolute Gegenteil.
00:14:34: da bin ich so total im Hier-und-Jetzt den gesellschaftlichen Problemen, die uns umgeben.
00:14:44: Es ist viel negatives.
00:14:45: So ist das Nachrichtenbusiness und deswegen ist es für mich so eine schöne Balance und so ein schöner Rückzug – die Bücherwelt, das wirst du ähnlich spüren!
00:14:55: Das ist einfach für mich ein ganz, ganz großes Beständnis.
00:14:57: Aber den eigenen Weg zu finden und Christine erzählt ja mit unterschiedlichen Ansätzen diese Themen zehn Punkte, die ihr setzt lernt man ja sehr viel mit den Puzzletalen über ihr Leben.
00:15:08: Man lernt sehr viel über Deins und im Grunde geht es ja darum, dass wir alle diesen einen Weg finden.
00:15:16: Ich weiß gar nicht ob es so ein vorbereiteten Weg gibt sondern irgendwann schaut man eben mal wie Christine zurück und sagt, vielleicht waren die Zeiten etwas sicherer als sie so alt war wie du.
00:15:27: Dass man das auf jeden Fall wusste, wenn man das Format anfängt... Es gibt noch Fernsehen!
00:15:33: Heute weißt Du ja gar nicht mehr, wie lange läuft noch ein Format?
00:15:36: Wird der Sender Bestand haben?
00:15:38: Wechselt der Senderschef wird das Formate abgesetzt oder etwas wird digitalisiert?
00:15:43: Das wissen wir alles nicht.
00:15:44: Aber sich einzulassen auf das Leben sich nicht permanent beeinflussen zu lassen auf das was von außen kommt.
00:15:53: Also eure Generation hat ja auch sehr viele Einflüsse durch Social Media.
00:15:57: Die Frage ist, kann man das überhaupt?
00:15:58: Ich glaube das ist gar nicht möglich heutzutage sich nicht beeinflussen zu lassen von außen.
00:16:03: Ich glaube auch, Christine mit dreißig hat sich beeinflossen lassen von Außen.
00:16:07: da waren es dann vielleicht die Zeitschriften beim Friseur oder ich weiß nicht wo dann irgendwie schöne Frauen drin waren zu denen man aufgeschaut hat.
00:16:15: und jetzt ist es einfach so viel präsenter und soviel näher.
00:16:17: und auch das Thema Körperwehr haben ja einen Kapitel über Körperreden zwar sehr intensiv für mich weil ich war diejenige die geantwortet hat.
00:16:26: Christina gefragt Ich musste selber erst mal erforschen, wie stehe ich denn zu mir in meinem Körper?
00:16:32: Und was von dem, was ich über meinen Körper denke kommt von mir heraus.
00:16:37: Und was kommt von außen und kann nicht das überhaupt noch trennen?
00:16:41: Was finde ich problematisch?
00:16:42: Was find' ich gut?
00:16:43: Ist es gut dass wir mehr über Körper reden?
00:16:45: Wann überschreitest die Grenze zu... Oh Gott!
00:16:49: Zwanzig Probleme, die ich mit meinem Körper hab, habe ich überhaupt nur weil...
00:16:53: Da war eine lustige Frage welche Körperfunktionen Würdest du gerne abschalten?
00:16:59: Die fand ich ganz lustig röpsen, weil du nicht röpsen kannst.
00:17:02: Ja genau!
00:17:03: Das ist schon so ein kleines Lebenstrauma aus der Schulzeit noch.
00:17:06: Dass alle immer versucht haben mir Röpse zu gehen... Den zig
00:17:09: Liter Cola wirst du wahrscheinlich gefüttert worden.
00:17:11: Ich
00:17:11: habe drei Liter Cola getrunken und da saß die ganze Schulklasse vor mich und hat gewartet und es ist nichts passiert.
00:17:16: also das ist wirklich glaube ich eine Funktion würde ich gern mal irgendwie versuchen lassen die mein Körper nicht halt.
00:17:21: aber ja das ist natürlich dann auch spannend weil wir natürlich auch sehr anders Fragen stellen und uns natürlich nie wussten, weder wo sind wir bei den Interviews noch was fragt die andere.
00:17:32: Also wann hat man das schon mal im Leben?
00:17:34: Dass man morgens nicht weiß, wo bin ich gleich und in welche Richtung dreht sich...
00:17:42: Aber das ist eigentlich eine schöne Überraschung und eine schöne Anregung.
00:17:45: Das kann man ja aus dem Buch auch mitnehmen, dass man sich mit der guten Freundin verabredet und genau so eine Überraszung eben macht, dass wir uns vielleicht mehr überraschen, weil diese leichte krimmelige Aufregungen... Das war super!
00:17:58: Wo sind wir?
00:17:58: Was machen wir?
00:18:00: Oder ihr habt euch ... War es als ihr über Körper gesprochen habt, diesen ruhigen hellen Ort der Trattoria gesucht oder war das eck?
00:18:07: Das war bei Glück.
00:18:08: Genau.
00:18:08: Das war was warmes, wo gekocht wird zu Hause gefühlt.
00:18:12: Wir treffen uns am Tisch, also der Ort hatte schon einen Bezug.
00:18:15: auch immer zum Thema ja?
00:18:17: Ja und wir haben auch gemerkt oder ich habe noch mal festgestellt dass es überhaupt nicht egal ist an welchem Ort man über ein Thema spricht.
00:18:24: Zum Beispiel zum Thema Körper hat Christine mich in einer anatomischen Institut hier in Köln verfrachtet.
00:18:32: kann man sagen wir saßen da
00:18:33: mit einem sehr unangenehmen Geruch.
00:18:39: Körperteilen eingelegt in Formal der Hüt und Embryonen und Gehirne.
00:18:43: Und einen Mensch aufgeschnitten, dass man so Schubladen rausziehen konnte sich den ansehen konnte.
00:18:48: ein grauer Uni-Raum.
00:18:49: es war wirklich sehr trostlos.
00:18:51: wie sind?
00:18:51: wir saßen da neben so einem Skelett zu dem so mehr Handertaler irgendwie zudem ich die ganze Zeit rüber geschaut habe und dementsprechend ging's im Interview auch ganz viel um die Frage Was soll mit unseren Körpern nach dem Tod passiert?
00:19:04: Ist das überhaupt würdevoll, wenn Körper hier liegen.
00:19:08: Wie sehr interessiert es mich, wer diese Menschen waren?
00:19:11: und alternativ hatte sie überlegt, mit mir in eine Wellnessoase zu gehen?
00:19:15: Da hätte sie ja ganz, ganz andere Fragen gestellt.
00:19:17: Also der
00:19:18: Raum beeinflusst die Frage?
00:19:20: Massiv!
00:19:21: Das war wirklich Wahnsinn.
00:19:22: also das zu erleben.
00:19:24: zum Thema Glaube ich war mir ganz sicher Christine geht mit mir in den Kölner Dom und es steigt sie ins Auto.
00:19:29: wir fuhren auch erst Richtung Dom hätte darauf wetten können.
00:19:33: Und dann ist sie mit mir in ein Planetarium gefahren und wir saßen unterm Sternenhimmel, und dann habe ich ganz schnell gemerkt, Sie möchte gar nicht so viel über Religion reden, sondern es geht viel mehr darum was glaubst du wenn Du in die Sterne guckst?
00:19:47: Was ist da oben?
00:19:49: Für mich die Vorstellung dass das Buch, wenn's jetzt in der Welt ist... dazu animiert das mit der Freundin, der Mutter oder Oma dem Partner.
00:19:58: Es muss ja auch gar nicht mehr zwischen Frauen sein zu machen sich ein paar Fragen daraus zu picken, ein paar Themen und so was nachzustellen.
00:20:04: Das ist also wenn das passiert, dass es das Unvorstellbar schön für dich
00:20:09: dann wird
00:20:10: super glücklich
00:20:12: heißt ja im Untertitel über das Leben und seine Geheimnisse.
00:20:17: Wie schaust du denn jetzt nach den Fragen?
00:20:19: Es ist ja selten, dass man so intensiv zu unterschiedlichen Themen befragt wird.
00:20:24: Schaust Du anders auf dein Leben?
00:20:27: Also du hast das vorhin mit der Achtsamkeit noch mal gesagt.
00:20:30: Da sind dann sehr viele Beispiele.
00:20:32: Du erzählst und du gehst gerne schwimmen und schaunst auf dieser Krachele und atmest während wir da immer diese schwarze Linie angucken.
00:20:40: über das Glück habt ihr gesprochen, über das Ende.
00:20:44: Also sind ja sehr intensive Themen.
00:20:46: Du bist in der Rush Hour sehr deines Lebens jetzt.
00:20:49: Schaust du denn anders drauf?
00:20:51: Also hast du ein Perspektivwechsel geschafft?
00:20:54: Man kann es ja hören wenn Christine etwas erzählt, wenn man nach der Menopause sechzig oder siebzig ist.
00:21:01: aber kann man's auch fühlen?
00:21:04: Ja, das ist eine sehr gute Frage ob das so was Großes ausgelöst hat.
00:21:09: also Es ist jetzt kein dreihundertsechzig Grad Werquatsch, ein Hundertachzig Grad Perspektivwechsel auf mein Leben.
00:21:20: Das nicht!
00:21:21: Aber das Buch und vor allem die Gespräche mit Christine haben mir in ganz vielen Punkten neue Anstöße gegeben.
00:21:27: oder tatsächlich mal im kleinen Perspektivewechsel.
00:21:30: zum Beispiel wenn sie mir beim Thema Antrieb so'n bisschen den Spiegel vorhält und sagt naja Mona Es ging irgendwie ums Treiben lassen.
00:21:40: Ich hab gesagt, ich kann mich treiben lassen und dann sagt sie mir... Und das fand ich cool, dass sie das so klar gesagt hat.
00:21:43: Sie so ja du versuchst das aber du lässt dich treiben wenn es gerade in deinem Terminkalender steht.
00:21:49: Du fliegst nach Marokko und sagst jetzt lasse ich mich zwei Wochen treiben.
00:21:53: Und
00:21:53: dann hast immer ein Wochenende frei und fährst irgendwo einen Städte drin machen und sag da lass ich mich jetzt treiben.
00:21:59: Aber im Alltag erlebe ich Dich als sehr kontrolliert Als sehr nach Plan Ehrgeizig und aufstrebend, manchmal vielleicht auch verbissen.
00:22:07: Und das ist selten... Dass sie
00:22:09: das jemand
00:22:10: so sagt?
00:22:10: Weil zu loben ist einfach!
00:22:12: Und jemand gegenüber zu sitzen, der dir sagt Boah toll hast du das gemacht.
00:22:16: Superfragen gestellt und generell auch wie du heute aus siehst Wahnsinn.
00:22:20: Schöne Haare und all
00:22:21: das.
00:22:22: Das kann man im Prinzip jedem sagen.
00:22:23: aber jemanden so gut kennen dass man der Person etwas spiegelt und konstruktiv ...das war ja nicht meine Kritik, das war einfach eine Feststellung von ihr hat mir aber so glaube ich noch nie jemand gesagt.
00:22:36: Und dann sitze ich da natürlich und denke mir, vielleicht muss ich mir auch mal ein bisschen jetzt in der Rush Hour entspannen?
00:22:42: Aber wie mache ich
00:22:42: das?".
00:22:43: Und das ist denn jetzt vielleicht der nächste Schritt... Der
00:22:44: nächste Schritt!
00:22:45: Aber das spricht ja für den geschützten Raum, den ihr habt, indem man es tatsächlich kann.
00:22:51: Also ich würde sagen die ganz großen Brüche, zum Beispiel wie bei Christine eben mit dreizehn der Verlust des Fahrtags, das ist natürlich ein massiver furchtbarer Einschnitt in so eine Jugend.
00:23:03: Die sind mir bis heute, ich traue mich jetzt ziemlich zu Klopfung.
00:23:06: Das ist auch kein Holz aber er spart geblieben.
00:23:09: und trotzdem hat man natürlich Mikroverletzungen und Verluste und Trauer und all das auch erlebt.
00:23:16: also Ich hatte wirklich eine sehr glückselige Kindheit Und dass es etwas was Christine und mich doll unterscheidet jetzt auch erst so richtig, ich richtig zu schätzen weiß.
00:23:30: Da reden wir auch viele im Kapitel zum Thema Glück hier drüber.
00:23:33: Ganz genau!
00:23:34: Dass sich wirklich... Jetzt erst wenn ich mehr und mehr die Biografien anderer kenne feststelle dass das was ich früher alles für selbstverständlich genommen habe, dass das alles andere als selbstverständliche ist und dass ich mich da ärgere, dass ich da nicht früher schon dankbar war aber mir jetzt denke wie schön
00:23:51: Aber dass man auch vielleicht mitbekommt, dass man trotz der Wunden – wie du gerade sagst ja eben – weiter machen kann und sich das erzählen lassen kann.
00:24:01: Das war immer meine Frage.
00:24:02: Kann man davon was übernehmen?
00:24:05: Also ich könnte dann übernehmen, dass der Schmerz nicht weggeht aber trotzdem selbst Glück empfinden kann.
00:24:11: Dass man weitergehen kann diese Straße des Lebens trotz den Wunden, der Narben oder der Verletzungen.
00:24:18: Ja, das sehe ich!
00:24:20: Nicht nur bei Christine, auch bei vielen anderen.
00:24:23: Das ist ja leider sehr häufig so dass zum Beispiel wie viele meiner Freunde nicht mit beiden Eltern aufgewachsen sind und da einen großen Schmerz empfinden und da sehr viel hadern auch mit dem Verhältnis zu den Eltern werden.
00:24:38: jetzt eine große oder lange Zeit über drei vier Jahre in den sehr viele Hochzeiten waren Und wir waren relativ am Anfang mein Mann und ich weil wir schon so lang zusammen sind überhaupt keine Gedanken um so einen Sitzplan oder so gemacht.
00:24:51: Weil klar war unsere beiden Eltern sind noch zusammen, die sitzen sich einfach.
00:24:54: also wir sitzen alle nebeneinander und alle zusammen und haben da keine Brüche.
00:24:57: und jetzt zu merken was das bedeutet wenn Eltern nicht zusammensitzen können... Oder wollen
00:25:02: oder Patrick
00:25:05: Stress?
00:25:06: Und dass wird mir jetzt erst bewusst was es bedeutet.
00:25:09: und gleichermaßen sehe ich ja auch dass auch all diese Freundin glückliche Menschen sind und das überwunden haben und ich glaube ich hätte das auch überwundet.
00:25:17: Aber ich muss das halt bisher nicht überwinden und muss dann, wenn es so weit ist, dass mal ein erster Witz großer Bruch kommt.
00:25:24: Schauen wir, wie das so wird?
00:25:26: Aber habt ihr schon die Zuversicht auch...
00:25:28: Ja, das denke ich auch so, wie du im Leben stehst!
00:25:31: Ein großes Kapitel ist noch wirklich das Glück.
00:25:34: Du hast es auch schon zwei-drei Mal erwähnt.
00:25:37: Christine hat so eine nette Passage wo sie sagt Mir reicht es, wenn ich so ungefähr jetzt auf einer Parkbank sitze und höre die Amsel switchern.
00:25:46: Dann kann ich schon das Glück empfinden – alle hoffen ja immer auf das große Glück!
00:25:51: Aber wann wusstest du, dass es gut wird?
00:25:54: kann man eigentlich auch schon sagen, es sind die kleinen Glücksfenster.
00:25:57: Es sind die Kleinglücksmomente, die wir eigentlich viel mehr feiern müssten oder?
00:26:01: Total!
00:26:01: Ja und also die Amsel auf der Parkbank ist immer so unser Klassiker.
00:26:05: Das ist Christine das absoluter Klassikartier.
00:26:07: Das taucht häufiger mal auf, auch im Bonkerns.
00:26:09: Und da bin ich noch nicht... Also die Amse und die Parkbank...
00:26:13: Ich wüsste gar nicht ob das jetzt eine Amsel ist, die da ruft.
00:26:16: Da bin ich bei dir.
00:26:17: Aber ich merke total dass sich gerade auch so Weil wir gerade dieses Thema hatten, diese Welt rumherum die einen so überfordert.
00:26:26: Ich bin auch eine Person, die ganz viel aufsaugt.
00:26:29: also wenn ich dann so ne Sende Woche bei der Aktuellen Stunde hatte und mich viel mit den Kriegen und Krisen und Problemen dieser Welt beschäftigt hat, merke ich so richtig wie so die Energie aus mir raus ist und dass ich wirklich ein paar Tage brauche um wieder zu mir zu finden... Und hilft
00:26:41: dir dann Natur?
00:26:42: Das Schöne im Leben zu sehen und das hilft mir immer mehr Natur.
00:26:46: Früher, ich glaube Natur ist was es muss ein bisschen wachsen in einem und Ihr könnt mir vorstellen, dass das auch noch mehr wird.
00:26:54: Wenn ich mich so dran erinnere, früher sind wir mit meinen Eltern oft durchs Gebirge in Marokko und so gefahren.
00:26:59: Ich hab mir diese Berge angeguckt und meine Eltern waren so wow!
00:27:02: Und schau mal die Oase da... Wahnsinn!
00:27:05: Wir waren immer so mein Bruder und ich ja wie lange brauchen wir noch?
00:27:09: Wann sind wir da?
00:27:10: So können wir wieder ein Pool springen irgendwo oder?
00:27:14: Jetzt bin ich da und merke wie sehr mich das berührt Wie sehr auch meine Liebe zu Marokco und dieser zweiten Heimat wächst wie sich ein bestimmtes Bewusstsein für das Leben und die Welt verändert.
00:27:26: Und ich habe das Gefühl, ich bin da gerade erst am Anfang und wahrscheinlich wenn mich dann in vierzig Jahren oder so reden hört, dann werde ich denken, oh Mann!
00:27:34: Wie süß mit dreißig dachtest du?
00:27:36: Du weißt das alles schon wertzuschätzen und kannst da die Ruhe in den Natur und in so kleinen Momenten finden.
00:27:41: Ich hoffe es wird noch mehr weil das ist ja eigentlich das super Schöne.
00:27:44: Aber
00:27:44: ihr habt euch natürlich auch so angepiekst nochmal in die Kindheitserinnerung zu gehen an ganz vielen Stellen.
00:27:49: Ja absolut.
00:27:50: Das
00:27:51: ist ja auch Teil des Buches.
00:27:52: Also wer war ich damals?
00:27:54: Wer bin ich heute, was sind Anteile die damals schon vorhanden waren auf die ich heute zurückgreifen.
00:27:59: Ja!
00:28:00: Die gewachsen sind und das macht natürlich auch so ein Bild nochmal Runden von zwei Frauen in der Öffentlichkeit.
00:28:08: Und natürlich dann aber auch immer dieses Abwägens hast du für ihn auch schon angesprochen wie viel... darf auch nach draußen, also ob ich jetzt mit Christine rede ist ja das eine zu wissen.
00:28:18: Das erscheint dann in meinem Ruh.
00:28:19: Im Black
00:28:19: Turret hast du noch viel rausgestrichsen?
00:28:21: Ja wir haben beide und das ist es schön über einen Buch im Vergleich zum Podcast jetzt.
00:28:25: deswegen haben uns glaube ich an so ganz ganz große Themen auch eher in dem Buch getraut als ein Podcast.
00:28:30: weil man natürlich nochmal und nochmal und noch mal drüber nachdenken kann möchte ich dass das in die Welt nach draußen geht.
00:28:36: das ist natürlich auch ein Teil eines solchen Projekts, dass man die eigenen Grenzen auslottet und Christine und ich haben sehr unterschiedliche Grenzen.
00:28:45: Aber ich glaube jede von uns hat die für sich... Wie würdest
00:28:47: du dir beschreiben?
00:28:48: Die Unterschiede in euren Grenzen?
00:28:50: Meine sind viel enger.
00:28:53: was Details aus meinem Privatleben angeht wie zum Beispiel der Name meines Partners, wie z.B.
00:29:01: alle Ich würde niemals einen Namen irgendeine meiner meiner Freundin nennen oder Familiemitglieder.
00:29:10: bei meinem ersten Buch, was ich geschrieben habe.
00:29:12: War auch ganz oft da ging es ganz viel um mich und meinen Vater.
00:29:14: Die Frage ob mein Vater mit in der Talkshow kommt auf gar keinen Fall.
00:29:18: Ich zeige meine Wohnung nicht bei Instagram wenn ich Stories mache.
00:29:21: Da hab' ich mit meinem Mann ganz genau festgelegt welche drei Winkel in der Wohnung gezeigt werden.
00:29:25: und das war's weil ich irgendwie das Gefühl habe ich find super schön soviel zu zeigen und dass Menschen das überhaupt interessiert ist ja eigentlich Wahnsinn ne?
00:29:34: So sehr nur mein Leben Aber ich brauche auch einen Teil, der nur mir gehört.
00:29:40: Der nur mein Partner gehört und nur meine Familie.
00:29:42: Und eben zu bestimmten Teilen auch wirklich nur mir.
00:29:46: Da würde ich mich so ein bisschen ausgeliefert fühlen wenn das öffentliche so sehr die Kontrolle hätte.
00:29:52: also ich habe glaube ich mehr... Also ich mag das gerne das Gefühl haben Ich hab die Kontroll darüber was von mir geht nach draußen.
00:29:58: und trotzdem Wusste ich, wenn ich mich auf das Buch einlasse.
00:30:02: Dass sich diese Grenzen auch ein Stück weit öffnen muss zum Beispiel im Kapitel zum Thema Liebe.
00:30:07: Das war bisher was, was ich wirklich gar nicht geteilt habe weil meine Liebe zu meinem Partner die sehr früh angefangen hat Die sehr schön also mit das Schönste in meinem Leben Das war so sehr Ich in meiner Höhle und das kuschelig so ein.
00:30:23: Als wir dann entschieden haben dass Christine mich zum Thema liebe befragt bin ich wirklich in mich gegangen hab mich gefragt möchte ich das, kann nicht das.
00:30:30: Sonst müsste ich jetzt direkt sagen nein und habe mich dann dafür entschieden und bin sehr glücklich weil das Kapitel zum Thema Liebe ist.
00:30:37: mein Liebstes im Wohnen hat mich auch noch mal meiner Beziehung mehr gebracht.
00:30:42: Aber hast du einen Preis bezahlt und Grenzen verschoben, die dir dann zu weit waren?
00:30:45: Oder hast du das Gefühl, die Grenzen, die du jetzt uns als Leserinnen gegeben hast sind für dich in Ordnung?
00:30:54: Sie sind für mich in Ordnungen aber nur weil es ein Buch ist!
00:30:57: Ich weiß nicht warum, aber diese Form...
00:30:58: Das ist doch
00:30:59: verrückt?!
00:30:59: Es
00:30:59: ist total verrückt!
00:31:01: Diese Form fühlt sich für mich behüteter an als ein Podcast.
00:31:05: Ich kann es nicht genau erklären, vielleicht weil's ein bisschen kuratierter ist.
00:31:09: Weil sowohl ich genau darüber nachdenken konnte wie formuliere ichs dann?
00:31:14: Wir haben ja die Gespräche aufgezeichnet, transkribiert und die Person die interviewt wurde hat das dann bekommen um sie zu überarbeiten.
00:31:20: Man versucht es nicht zu sehr zu über arbeiten also wirklich auch so inhaltlich zu belassen wie es war.
00:31:25: aber natürlich ist es ein Buch für beide.
00:31:27: mögen schöne Sprache Literarischer oder schriftsprachlicher gemacht, dass es sich gut liest.
00:31:34: Und dann konnte ich natürlich auch meinen Partner vorlegen, dass der es liest und konnte nach drei Monaten nochmal lesen und gucken.
00:31:42: Fühlt sich das immer noch gut an!
00:31:45: Dadurch, dass wir am Ende des Kapitels das dann auch mal thematisieren wie das für mich ist so rauszugehen und klarzumachen... Das ist jetzt für mich was Besonderes.
00:31:51: auf ein bisschen mehr Einblicke in unsere Beziehung zu geben hat es sich okay angefühlt.
00:31:58: im Podcast hätte es komischerweise nicht.
00:32:01: Und auch wenn wir jetzt darüber reden würden, würde ich wieder glaube ich mehr zu machen...
00:32:06: Nein dafür soll man ja das Buch dann eben auch lesen dass da heißt wann wusstest du dass es gut wird?
00:32:13: Und ich glaube, diese Frage muss sich jeder selbst beantworten.
00:32:16: Weil so individuell das Angebot eurer Antwort ist, ist es auch für jeden Leser und für jede Leserin und Eintauchen in das Leben mit all seinen Geheimnissen was es bietet.
00:32:27: Das ist eine Einladung die ihr beide geschaffen habt und dafür möchte ich mich bedanken weil einige Punkte habe ich mit meinem Mann auch genommen und wir sind jetzt noch nicht auf dem Tretboot mit Schwan unterwegs gewesen.
00:32:39: aber
00:32:40: macht
00:32:41: man kocht Na gut, da muss ich die ganze Zeit dann.
00:32:51: wenn man jetzt auch nicht so einen kommunikativen Partner hat für ich, eine gute Einleitung um ins Gespräch zu kommen und das finde ich ist in heutigen Zeiten sich die Zeit zu nehmen.
00:33:00: Sich zuzuwenden ist besonders wichtig.
00:33:02: von daher herzlichen Dank für deinen Besuch bei Buck de Lückes liebe Mona Anilani.
00:33:06: Vielen vielen Dank für die Einladung und die lieben Worte
00:33:08: an Christine Westermann und das Buch ist erschienen bei Keaton Heuer & Witch.
00:33:12: das wollen wir noch kurz erwähnen.
00:33:13: ja und ich wünsche ihm eine gute Reise.
00:33:15: den Buch
00:33:16: Ja ich ihm auch und uns und dir natürlich auch hier mit einem Beispiel Danke.