book:deluxe - Der Büchertalk mit Bärbel Schäfer

book:deluxe - Der Büchertalk mit Bärbel Schäfer

Spannende Bücher, spannende Gespräche

Transkript

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speaker-0: Das hat was mit unserer Kultur auch zu tun. Also Kommunikation hat auch etwas mit Kultur zu tun. Wenn du jetzt mal in dein Leben gehst, da passiert doch die Magie. Da passiert doch die wirkliche Verbindung. Und das ist unsere These, dass wir sagen, wir brauchen mehr Verbindung. Wir sehnen uns alle danach, aber wir erwarten es vielleicht von anderen, aber geben es selber nicht. Und da fängt es an. Wir fangen immer genau hier an. Und das ist so wichtig. Wir dürfen was verändern. Jetzt. der Büchertalk mit Bärbel Schäfer

speaker-1: Das war's

speaker-1: So, da sind wir zu der neuen Ausgabe von Buk Du Nüx und ich freue mich wirklich, dass du da bist, lieber Balyan Bushbaum. Hallo!

speaker-0: Bebel ich da geht die für die Einladung. Es ist mir immer eine Freude mit dir zu quatschen, weil wir haben schon

speaker-1: Du hattest eine etwas Vortrainingsphase, hast gesagt, da kommt was, da kommt was, da kommt was, wollen wir nicht reden. Und dann denke ich, okay, erstmal abwarten, was da von Balian kommt, das ist immer gut und immer überraschend. Jetzt heißt das aktuelle Buch, die Zukunft der Kommunikation ist weiblich. Also wir schauen heute bei Bukdelüx nach vorne, wir schauen auf unterschiedliche Kommunikationsstile, aber irgendwie, lieber Balian, werden wir auch ein bisschen politisch, weil du sagst, Das ist nicht nur Kommunikation, das ist eine Revolution. Ja, das ist ja schon ganz schön viel, dahintersteckt.

speaker-0: Es ist Kultur. Also ich hatte, und ich muss jetzt gleich aus dem Nähkästchen plaudern, ich hatte vor ein paar Tagen ein ganz krasses Erlebnis, was mich zum Nachdenken gebracht hat. Ich war am Supermarkt einkaufen, es regnerische Stürme und so weiter. Und es war eine ältere Dame mit zwei Tüten. Und ich hab wirklich, also ich war unrasiert, ich geb's zu, ich hab die Kaputche... Ich würde mir das nie erlauben, Entschuldigung gerade. Und dann hab ich sie gefragt, darf ich ihnen helfen, die Tüten zu tragen.

speaker-1: Du wirst

speaker-0: Dann hat sie mich skeptisch angeguckt, weil sie war in Not, man hat es gemerkt, es war Regensturm. Dann hat sie gesagt, okay. Und dann kurz vor ihrer Wohnung hat sie gesagt, ich würde sie gerne selber nehmen. Und dann habe ich kapiert, der hat Angst. Nee, und dann habe ich zum ersten Mal kapiert auch, ich würde sagen, ich kommuniziere sehr authentisch, sehr empathisch, sehr nett zuvorkommend. Und dann habe ich gemerkt, das hat nicht gereicht.

speaker-1: dass du mit den Tüten

speaker-0: Es hat einfach nicht gereicht und dann bin ich bisschen in Zweiflung gekommen, weil ich gedacht habe, das hat was mit unserer Kultur auch zu tun. Also Kommunikation hat auch etwas mit Kultur zu tun.

speaker-1: Jetzt machen wir aber auch noch mal den Unterschied zwischen Geschlechtern. Ihr habt ja in eurem Titel noch mal drin, weiblich. Die Zukunft der Kommunikation ist weiblich. Ist bewusst, ich mit einem Mann darüber spreche. knallhart, so sind wir hier bei Buktylüks. Aber klar, Kommunikation soll sich ja auch verändern, nicht mehr nur von oben herab. Aber die ganze Welt ist ja momentan im Umbruch. Märkte, Schreibszee verändern sich, gesellschaftlich verändern sich. Heißt das, die folgt der insgesamt der Veränderung? Ja.

speaker-0: Weil wir müssen. Warum? Wenn ich jetzt überlege, ich war 15 Jahre in mittelständischen, auch in Großkonzernen unterwegs und habe einfach wahrgenommen, was da passiert an der Kommunikation. Es ist oftmals die Hierarchie von oben nach unten. Und wie viele Frauen habe ich gehört, die gesagt haben, ich werde nicht gesehen, ich werde nicht gehört, ich werde nicht wahrgenommen. Bei Gehaltsverhandlungen werde ich gar nicht berücksichtigt. In Meetings? In Meetings. Wenn ich was sage, passiert nichts, dann nimmt ein Kollege, ein männlicher Kollege genau dasselbe auf. Alle applaudieren, ja so machen was.

speaker-1: Du sagst noch ganz leise hinterher, aber das habe ich auch. Das ist schon der kleinste Widerstand.

speaker-0: Ja und da glaube ich verändert sich schon was, also das merke ich. Aber es passiert eine Revolution, wo wir alle mitbeteiligt sind, weil wir wissen, so geht es nicht mehr weiter.

speaker-1: Revolution ist ein Wort, wenn wir an Revolution denken, können Mauern fallen, das Umbrüche. Welchen Umbruch erwarten wir denn, wenn die Kommunikation sich tatsächlich ändern würde? Momentan, wenn du die Nachrichten anschaltest, hast du ja das Gefühl, es ist ordinär, es ist grob, es ist abwertend, es ist vernichtend und vorurteilsvoll. Voller Vorurteil.

speaker-0: dass wir in eine andere Richtung gehen. glaube, dass wir mehr in das Empathische gehen, deswegen weiblich. Also der Titel war bewusst provokant gewählt, aber es geht ja primär darum, eben das nicht auf ein Geschlecht zu reduzieren, sondern das sind nur die, ich sag jetzt mal, die Eigenschaften, wo man sagt, okay, das haben Frauen tendenziell ein bisschen besser im Griff oder können es besser. Und ich glaube, dass wir dahin gehen, dass die, die Generationen, die jetzt einfach auch bisschen jünger sind als wir zwei, die sagen schon... Danke, dass du wie gesagt... Ja, natürlich, wir sind ein Schimpon.

speaker-1: ist es nicht an ein Geschlecht gebunden.

speaker-0: Definitiv, das ist ganz wichtig. Das ist provokanter Titel, bewusst auch so gewählt, ein bisschen aufzurütteln, weil Revolution hast du schon gesagt. Aber es geht primär wirklich darum, dass wir verstehen lernen, müssen in, gerade ob es Führung geht, ob es Kommunikation auch zu Hause, weißt du selber, dass du... Nein, das glaube ich nicht. Das glaube ich nicht, Bärbel. Komm, du hast das voll eng gehofft. Ich glaube, dass das, was dazwischen passiert, auch mal Pausen einhalten, mal zu fragen, wie geht es dir wirklich? Wo bist du gerade?

speaker-1: Das komm ich ja gar nicht zu Wort zu Hause.

speaker-0: und dieses was zwischen den Menschen

speaker-1: Haben wir das verlernt oder haben wir es nie gelernt?

speaker-0: Wir haben es verlernt. Und ich glaube, es hat sehr viel damit zu tun, was passiert gerade in der Generation. Swipen, wischen, schnell, schnell, schnell. Du hast hier

speaker-1: Aber sind Leute, teilweise gar nicht mehr telefonieren können, die dir gar nicht mehr die Augen schauen können in einem Gespräch, die keine Beziehung mehr im Eye-to-Eye-Modus beenden können oder anfangen.

speaker-0: Ja, aber genau das ist, wenn du jetzt mal in dein Leben gehst, da passiert doch die Magie, da passiert doch die wirkliche Verbindung. Und das ist unsere These, dass wir sagen, wir brauchen mehr Verbindung.

speaker-1: Was wäre denn, wenn wir sagen, okay, wir müssen uns verändern? Was, wenn wir es nicht tun?

speaker-0: Ich glaube, wenn wir es nicht tun, wenn du überlegst, was ist passiert in den letzten zehn Jahren, wo sind wir in der Kommunikation hin und wie viel schlechter ist es geworden im Zwischenmenschlichen, Ich mache nur noch meine Arbeit, nein to five, dann gehe ich nach Hause, da passiert keine Innovation mehr. Du denkst nicht mehr selber mit, du bist nicht mehr Feuer und Flamme. Und ich glaube, wenn die Menschen das verlernt haben, das zu tun, wofür sie Feuer und Flamme sind, dann passiert das in der Kommunikation.

speaker-1: Wenn meine Chefin oder meinen Chef anders ankommuniziere, wir anders miteinander, dann könnte es auch sein, dass ich meine Haltung zu meinem Job, meine Arbeitsleistung tatsächlich verändere. Das wäre ja ein wirtschaftlicher Gewinn. Nicht nur der Bundeskanzler und die Wirtschaftsministerin würden sich ja freuen. Das hieß ja, es ging ein Ruck durchs Land.

speaker-0: Und ich meine, wir schauen jetzt mal, wo stehen wir wirtschaftlich in Deutschland? Genau, es ist nicht so toll.

speaker-1: Da haben wir momentan nichts mehr. Viele Krankmeldungen, viele mentale Erkrankungen.

speaker-0: Ja, und es hat unter anderem auch was damit zu tun. Also wir wissen aus Studien, dass viele Menschen kündigen, weil sie einfach mit der Kommunikation von den Führungskräften, von den Menschen generell, sie kommen nicht mehr klar, weil es nicht mehr wertschätzend ist, weil es nicht mehr auf Augenhöhe ist, weil es einfach nicht ist. Wie geht es dir?

speaker-1: Aber ist das denn dann genau das Gegenteil von weiblicher Kommunikation? Zu ignorieren? Du hast eben das Beispiel genannt, Team-Meeting, die Frau sagt was, kommt nicht durch, kann vielleicht sogar noch nicht mal aussprechen, kann ihren Gedanken nicht formulieren, kommt nicht bis zum Ende, weil schon jemand anders reingerätscht. Jetzt habe ich die Frage vergessen, habe ich die schon gestellt?

speaker-0: Nein.

speaker-1: Also was wäre das dann, was wäre denn das Gegenteil von weiblicher Kommunikation? Wären die Beispiele, die du eben genannt hast, wie nennt man die?

speaker-0: Ich glaube, das Gegenteil ist die aktuelle Kommunikation an sich. Es ist sehr hierarchisch, es ist sehr distanziert, möglichst keine Emotionen zuzulassen, keine Verletzlichkeit. Und jetzt sind wir mal ehrlich, wenn du Verletzlichkeit zeigst, was passiert.

speaker-1: Eigentlich werde ich ja authentisch. Ich mache natürlich auch Flächen auf, wo ich verletzt werden kann. Da kann man schön den Datalp...

speaker-0: Du bist auch

speaker-0: Kann man? Ja, aber auf der anderen Seite, was kannst du gewinnen?

speaker-1: Ja, aber vielleicht, was kann man gewinnen? Also ich glaube schon, dass man Zuversicht und Selbstwert dir selber, wenn du authentisch bist.

speaker-0: Für dich, aber auch für die Menschen, dir jetzt vielleicht zuhören. wo du sagst, ich bin vielleicht, ich weiß wie du dich Das ist das Erste, genau. das Zweite ist auch, wenn ich dir mal das Signal gebe, ich weiß wie du dich fühlst. Ich weiß wie du dich fühlst, ich kann das nachempfinden. Mir ging es vielleicht auch

speaker-1: Dann kann ich ja gar keinen anderen mehr verletzen.

speaker-1: So Reingespräch, das ist so wild, geht mir so gut. Nein, aber da stimmt ja, wo bleibt die Zeit? Also wir haben es ja weder beim Arzt, wir haben es noch in Situationen, in Meetings. Wenn wir uns zuschalten, dann machst du danach sofort aus, das Meeting ist vorbei. Fehlt der Raum für Kommunikation und für dieses Zeitfenster des Zuhörns oder was muss sich verändern, damit sich ja im Grunde dann das Miteinander verändert?

speaker-0: Ich glaube, dass jeder hier anfangen muss. Nur, wir uns einfach selber die Frage stellen müssen, wie kommuniziere ich denn gerade? Kommuniziere ich wertschätzt? Lass ich diesen Raum, diesen emotionalen Raum zwischen uns zu? Gehe ich in Resonanz wirklich mit dir oder will ich nur mein Schema F hier abhaken und achte auf nichts? Und ich glaube, die Zukunft der Kommunikation dahingehen wird, dass wir wieder mehr in dieses Emotionale gehen.

speaker-1: Aber jetzt kennen wir beide uns. Du kommst hier rein in den Produktionsraum, wir umarmen uns, wir freuen uns, du machst mir noch ein nettes Kompliment, wir setzen uns hin. Das ist ja eine andere Ebene, als würde ich jetzt bei einem Bewerbungsgespräch sein für eine Führungsposition. Und ihr sprecht ja auch in eurem Buch, die Zukunft der Kommunikation ist weiblich auch von Führungsebenen, die es dann entsprechend nach unten vielleicht vorleben können auf andere Ebenen. Am besten Fall natürlich auf Augenhöhe. Also ist ja eine andere Situation, wenn man Ich fände doch ein bisschen, ja.

speaker-0: Wir gehen jetzt mal die Situation durch, da kommt jetzt ein Mensch, der bewirbt sich vielleicht. Was kostet es mich als Führungskraft oder als Chef zu sagen, ich weiß, wie es Ihnen geht, ich fühle, Sie ein bisschen nervös sind, aber es ist nicht schlimm. Ich habe das auch schon erlebt und heute morgen erzähle ich irgendwas.

speaker-1: und Aber warum schenken wir uns das nicht?

speaker-0: Ich glaube, dass das ganz viel mit Angst zu tun hat. Dass wir uns öffnen, dass wir einfach in diese Empathie gehen, es ist vielleicht zu nah. Aber das ist ja genau das, was wir nicht verstehen. Und das darf sich verändern. Wir sehnen uns alle danach, aber wir erwarten es vielleicht von anderen, aber geben es selber nicht. Und da fängt es an. Wir fangen immer genau hier an. Und das ist so wichtig.

speaker-1: Sie hier, da drüben.

speaker-1: Ist das die Resonanz, von der ihr beide sprecht? Man muss ja nochmal eben ganz kurz sagen, du hast das Buch ja nicht alleine geschrieben, sondern mit der Katharina Brommer zusammen. Grüße gehen raus an dieser Stelle. Wir führen das Gespräch jetzt hier zu zweit, aber ihr habt das Buch eben auch zu zweit geschrieben. Und du sprichst ja von Resonanzen. das gegenüber tatsächlich zu spüren. Wenn jetzt aber jemand schon drei Schichten Rolläden über sich gezogen hat und ist Versteinert nennen wir das mal. Wie fangen wir dann an, wieder in Resonanz zu kommen? Das ist ja ein Training.

speaker-0: Also ich habe ganz Tipps in dem Buch. Ja, es ist nicht ein reines Lesebuch und das ist das Tolle an einem Buch. Es macht den Kreis wirklich rund. Du darfst üben, du darfst dich ausprobieren. Also es geht eigentlich primär darum zu verstehen, wie wirke ich selber. Weil ich zum Beispiel sage als Körpersprachler, als Kommunikationstrainer, dass in dem Moment, wo du kommunizierst, schwingt alles von deiner Vergangenheit mit. Deine Muster, deine Prägungen, alles was du erlebt hast, wie du auch vielleicht manchmal gedrückt worden bist. Und dann traut man sich viele Dinge nicht.

speaker-1: Ein Beispiel, wie könnte man üben?

speaker-0: Das Buch ist schon so konzipiert, dass man sagt, probier dich mal aus. Probier dich mal aus, setz dich mal aus. Sei mutig und zeige dich und dein wahres Innere.

speaker-1: Okay, das kann also in einem privaten Raum sein, dieses Trainingsumfeld oder es kann auch in einem beruflichen Umfeld sein. Aber wie soll ich mich trauen, wenn mein Teamleiter, mein Kollege, dessen Job ich vielleicht gerne haben will, mir sowieso den Raum nicht gibt? Also da brauchst du schon sehr viel Selbstbewusstsein. Du bringst das vielleicht mit, vielleicht bringe ich das auch mit. Was ist mit den Schüchternen, mit den Leisen?

speaker-0: Da haben wir auch, weil wir haben wirklich versucht, alle ins Boot zu nehmen. Und es gibt ja so diese Frauen, da wird immer reingegrätscht, da wird nicht ausgesprochen gelassen. Und da haben wir auch eine ganz gute Eskalationsstufe entwickelt, dass man einfach sagt, man kann so erstmal die Hand heben bzw. den Mund aufmachen, die Fischmaulgeste, möchte was sagen, dann kommt noch die Hand und wenn dann einer wieder über dich drüber grätscht, dann kannst du mal bisschen haptisch werden und sagen, also ich würde jetzt mal kurz ausreden. Und wenn man das ein paar Mal übt, dann kommt da wie so ein Automatismus, sehr wie im Spitzensport auch. Dass du einfach spürst, ich hab etwas, da kommt Erfolg. Ich werde plötzlich gehört. Und dann wiederholst du das. Und dann hast du ein Automatismus und dann passiert das auch nicht mehr so schnell. Und das hat natürlich was mit dem Selbstwert zu tun. Also daran darf man auch arbeiten, weil ich immer sage, Kommunikation, Körpersprache hat immer was damit zu tun. Wie fühlst du dich selber? Traust du dich jetzt mal kurz Stopp zu sagen? bleibst du da einfach so dickenweischere Sitze und sagst, okay, dann schon wieder. Dann eben nicht. Genau, dann eben nicht.

speaker-1: Dann bist du auch in der Opferrolle drin und dann wollt ihr ja mit euren Tipps auch die Leser und Leserinnen dann tatsächlich rausholen. Und das Tolle ist ja, wenn man anfängt, zu üben, Resonanz zu gehen, in den Austausch zu gehen, in die weibliche Kommunikation, wie ihr das so schön nennt, zu gehen, dann hat man ja sogar wirtschaftlich mehr Erfolg. Also ihr habt das ja am Beispiel, ich glaube Patagonia war dabei. Microsoft ebenso? Microsoft kann man es eben auch messen. Für Unternehmen gibt es ja nichts besseres als ein schöner Gewinn.

speaker-0: Wir wissen das ja schon ganz, ganz lange, dass die resonante Kommunikation, wir nennen das resonant, dass du einfach in Verbindung miteinander gehst, dass das wirtschaftlich sich auswirkt und darauf kommt es ja im Angriff.

speaker-1: In einem Land, wo so viele schlecht gelaunt sind, kurze Antworten geben, Jammern, Nörgeln, wo es oft so wenig Scham gibt, auch im Alltag, in so kleinen Mikrobegegnungen, können wir doch ehrlich sein, das ist in anderen Ländern sehr viel leichter, so in Kontakt zu kommen. Ist es ja nochmal doppelschwer in einer eher kühleren Gesellschaft, oder?

speaker-0: Ja, aber lässt du dich beeinflussen oder? ich ja nicht. Genau und ich auch nicht. Zwei. Sind wir zwei. So und wir teilen jetzt in unserem Domino-Effekt, wir teilen unsere gute Laune und wir gehen mit diesem offenen Herzen sage ich mal rein, wir zeigen unsere Verletzlichkeit und was passiert, das ist, ich sage immer, das ist wie der Dominarstein den ich antyppe und klack, klack, klack, folgen die wollen. Die die wir nicht wollen, die kriegen wir sowieso nicht, aber wir können erstmal mit gutem Beispiel vorangehen.

speaker-1: sind für Schimmelz-

speaker-1: Das stimmt. Welche Rolle spielt die Intuition? Weil der habt ihr auch nochmal, ich glaube, ganzes Kapitel sogar, auf jeden Fall sehr viel Raum nochmal gegeben. Wird dem weiblichen Geschlecht ja auch gerne zugesprochen. Ist das wichtig?

speaker-0: Ja. Ich habe einen Unternehmer kennengelernt, gesagt hat, wir wären niemals, wir gehen jetzt auf das Wirtschaftliche, wir wären niemals so reich gewesen oder geworden, wenn meine Frau nicht ihre Intuition quasi dargelegt hätte. Wir waren im Immobiliengeschäft und die hat verrückte Sachen gemacht. Also die ist rumgefahren, hat in ihr Herz reingehört und gesagt, das Grundstück, das will ich. Und die hat es gekriegt. Egal was, der hat gesagt, ich weiß nicht, was für eine Magie die hat. Ich meine, damals hätte man gesagt, das ist eine Hexe. Das kennst du alles, Frauen haben einfach tendenziell, sag ich jetzt mal, eine ganz krasse Intuition, wo sie spüren, ich muss jetzt meinem Impuls folgen. Und viele trauen sich nicht, weil sie von den Männern oftmals gedrückt werden, so wie, ach, jetzt tut auch nicht so und ich stelle dich nicht so an. Aber dann, wenn es den Erfolg geht, sprich Geld, dann wird es wieder gesagt, ach, natürlich. Und ich glaube, dass Intuition etwas ist, was ganz krass unterschätzt wird, aber was sich viele Frauen viel mehr trauen sollten, das zu zeigen.

speaker-1: Aber das ist ja nicht so eine greifbare Stärke, das ist ja wie so ein Soft-Skill. Du kannst es nicht bewegen und kannst sagen, ja, das Grundstück da super ist, das habe ich ja schon immer gedacht. Das heißt, wie konnten wir denn so weit kommen, dass entweder die Frauen sich selber oder wir von außen so missverstanden und so oft überhört werden?

speaker-0: Du kannst es nicht bewegen.

speaker-0: Ich glaube, das hat tendenziell auch was mit Mut zu tun. Geh mal zurück in dein Leben. Du hast Entscheidungen getroffen aus dem Bauch heraus und du hast manchmal Entscheidungen getroffen aus dem Kopf heraus. Crazy. Und welche, Ich sehe deine panischen Augen schon.

speaker-1: Willst du eine tägliche Talkshow produzieren? Ja! Ja! Ich habe überhaupt keine wirtschaftliche Erfahrung. Mach ich! Ja! Und dann wurde es drei.

speaker-0: Mach ich dranzdeh! Da wurden es drei. Und tendenziell, was würdest du sagen, die Entscheidungen, die wir aus dem, ich sag jetzt mal, aus dem Bauch heraus treffen, sind voll.

speaker-1: Runde Reise mit ganz vielen Begegnungen und Erfahrungen, aber ich habe natürlich mir ein Backup aufgebaut, was dann die kommt.

speaker-0: Hast du das Backup gebraucht?

speaker-1: Für die wirtschaftlichen Kompetenzen? Ich glaube, dass man dann erst mal den Mut haben kann, dass man den Weg geht, aber dass man sich dann auch an bestimmte Stellen jemanden setzt, der das dann vielleicht noch mal etwas besser kann.

speaker-0: Hast du gebraucht?

speaker-0: Ja, okay, das verstehe ich. Ja, aber ich glaube,

speaker-1: Das ist ja auch zu sagen, hier ist eine Schwäche oder eine Kenntnis, die ich nicht habe. Und wenn man Verantwortung hat für Mitarbeiter zu sagen, das übertrage ich dir jetzt.

speaker-0: Das verstehe ich völlig, aber tendenziell würde ich behaupten, dass die Intuition, wo du wirklich aus dem Herzen heraus aus diesem, ich habe so ein tiefes Gefühl, es kann gar nicht schief gehen, dass das immer glücklich

speaker-1: Wann hattest du das das letzte Mal beim Schreiben des Buches die Kommunikation, die Zukunft ist weiblich oder?

speaker-0: Bei dem und bei dem Buch, was jetzt kommt. Aha, okay.

speaker-1: Sein erster Romant. Und es kommt ja auch noch ein Kinderbuch. Ich kenne nur zufällig das Karo und feier es jetzt schon.

speaker-0: Das ist kein Sch-

speaker-0: Ja, geht tendenziell Frauen, die einfach sehr krass terminiert sind und sehr krass getaktet sind und oftmals einen Stopp bekommen durch Krankheit, durch irgendeine Diagnose und dann plötzlich verstehen lernen, okay, so wie es bisher weitergegangen ist, so geht es nicht mehr weiter. Das ist ein anderes Thema, da komme ich immer noch.

speaker-1: Amos-Thema. Wir haben es eben schon angesprochen. Wir kennen es alle aus dem beruflichen Umfeld. Weibliche Teammitglieder können sich nicht klar positionieren. Sie können sich nicht durchsetzen und finden kein Gehör. Und ich muss noch mal fragen, woran das liegt, weil ihr bröselt das schon sehr deutlich auseinander. Und es ist manchmal fast ein bisschen schwer auszuhalten. Man will immer den Frauen zurufen, Mensch, nimm dir doch den Raum. Weißt du, es ist alles da. ist die Kompetenz da. Wir machen die höheren Abschlüsse. Mehr Abiturzeugnis als Männer bei den Uni-Abschlüssen auch. Und dann bricht doch irgendwann was ein.

speaker-0: ...toten als Männer?

speaker-0: Das können wir ganz einfach beantworten. Geh mal in deiner Vergangenheit zurück und stell dir mal die Frage, wie oft wurdest du gedrückt, weil du irgendetwas gesagt hast, was vielleicht richtig war oder auch nicht richtig war. Wie oft wurdest du gedrückt? Tendenziell sagt man, das ist bei Frauen, bei Mädchen häufiger so ist, weil wenn die Jungs rauspreschen, die sind ja meistens lauter, die sind dann direkt dominanter, die gehen mehr so, weißt du, so ihr Brust voraus und nach vorne, da wird tendenziell angenommen, das, was der sagt, ist richtig. Durchsetzungsspar. Genau, Durchsetzungsspar.

speaker-1: Also sind es die Worte und der Körper in einer Einheit? Oder kannst du mir was anderes sagen, aber ich glaube dir vielleicht nicht bei dem, was in meinen Gehörgang fällt, weil deine Körpersprache eine andere ist.

speaker-0: Es ist beides.

speaker-0: Es würde sofort auffallen. Du würdest sofort auffallen, dass das, was ich sage und das, was ich jetzt mit meinem Körper ausstrahle, es würde dir auffallen. Zumindest würdest du das Gefühl bekommen, irgendwas ist komisch. Das haben wir alle. Das ist vielleicht auch nicht mal so bewusst. Ja, also wenn ich jetzt meine Hände verstecken würde oder vielleicht auch nach hinten und meine Schulter gehen nach vorne, dann habe ich eine völlig andere Energie, eine völlig andere Ausstrahlung und bin nicht so, wie ich sage jetzt mal, positiv, als wenn ich voll überzeugt.

speaker-1: ganz unterbewusst.

speaker-1: Ich warte,

speaker-0: Du sitzt immer gerade. Ich finde, hast so eine Grundspannung, das kommt von Pennes. klar. Also ich glaube, dass die Körpersprache ein ganz, ganz wichtiger Aspekt ist, den wir alle unterschätzen. Wir haben das nicht in der Schule, wir haben das nicht im Studium, aber wir sollten das alle lernen. Zumindest mal geschult werden, weil dann kannst du Menschen ganz anders lesen.

speaker-1: Aber dann gehen wir zurück in die Kindheit, dann gehen wir zurück in Momente, wo Familienmitglieder, Eltern, Geschwister gesagt haben, stopp. Lehrer gesagt haben, stopp. Trainer sei nicht zu laut, sei nicht zu auffällig, sei nicht zu wild. Passt dich an. dann ist es mehr als nur der Informationsgehalt, der vermittelt wird. Es passiert ja dann ganz viel.

speaker-0: Ja, fall nicht auf. Hält dich nicht so an.

speaker-0: Ja, und es ist das, wie wir eigentlich auch angefangen haben. Es ist unsere Kultur auch irgendwo. Weil das steckt ganz tief in uns drin. Du darfst das nicht, du darfst das nicht, fall nicht auf, eck nicht an.

speaker-1: Aber gibt's andere Kulturen, wo das anders

speaker-0: Ja, in Spanien guckt dir die Frauen da an. schnalzen, wenn da Musik gespielt wird, dann gehen die auf die Tanzfläche, die rocken. Das interessiert die überhaupt nicht, was andere über sie denken. Wenn dann einer sagt, sei leiser, dann wird die lauter. Das ist kulturbedingt. Und wir dürfen was verändern. Jetzt.

speaker-1: Wird wir's tun?

speaker-1: Warum ist jetzt ein guter Zeitpunkt? Gerade jetzt hat man ja schon das Gefühl, wenn du, ich bleib noch mal bei dem Beispiel der Politik, wir können auch in Social Media gehen. Viele haben Angst vor dem Shitstorm, viele haben Angst, sich zu äußern. Du bist in einem Umfeld, wir haben viele Kommunalwahlen und Landtagswahlen in diesem Jahr, wo man denkt, ich bin hier in so kleinen Dorf, die wählen vielleicht alle eher das Falsche und ich bin doch eher doch sozial eingestellt, auf jeden Fall demokratisch eingestellt. Also wo erhebst du deine Stimme? Wo kannst du trainieren? Manchmal hat man das Gefühl, die Leute kriegen Angst, ihre Stimme

speaker-0: Ich glaube, das hat auch was damit zu tun, dass sie Angst haben, anzuecken. Weil immer dann, wenn du aneckst, gehörst du zu einer Randgruppe, nennst du das mal. Und wenn du das tust, dann fällst du aus dem Raster. Und wenn es um Politik geht, was willst du? Du willst gefallen. Du willst nicht auffallen, du willst gefallen. Weil der, gefällt, der wird gewählt. Und wir haben, ich denke, ein politisches Problem, das haben wir sowieso schon lange, brauchen wir gar nicht drüber sprechen, da sprechen wir wahrscheinlich einen Monat drüber. Aber jeder darf hier anfangen.

speaker-1: Aber viele sagen ja, wenn wir mehr Frauen in der Politik hätten, die würden vielleicht anders mit uns kommunizieren. Gut, jetzt hatten wir lange eine Bundeskanzlerin, die auch nicht so Kommunikationsgenie immer war. Also die war ja klug und sie ist auch sicherlich privat sehr witzig und sehr schlagfertig. Aber wir haben ja eigentlich gesagt, es waren auch schweigende Jahre, wo die weibliche Kommunikation nicht so funktioniert hat. Guckst du jetzt zusammen mit Katharina? auf die jüngere Generation oder heißt das auch, dass sich die 40-, 50-, 60-Jährigen auch verändern können?

speaker-0: Das ist alles, würde ich behaupten. Weil in dem Moment, wo einfach einer merkt, ich bin jetzt 50 Jahre alt, 60 Jahre alt, ich habe gewisse Strukturen erlebt und habe gewisse Muster durchlaufen und wende sie immer wieder an. Und ich komme aber jetzt nicht mehr weiter, weil die Generation, die nach mir kommt, die reagieren darauf gar nicht mehr. Im Gegenteil, die beschweren sich. Aufgrund der Hierarchie, aufgrund der schlechten Kommunikation, aufgrund der schlechten Wertschätzung vielleicht. Und das hat ja alles mit Kommunikation zu tun. Wenden wir uns nicht nur an das, jetzt schon langsam in Rente geht, sondern auch an die Menschen. die jetzt da sind und die, kommen. Weil die, die kommen, lassen sich viele Dinge gar nicht mehr gefallen.

speaker-1: ist das New Work, was du erwähnst, wo diese lineare Kommunikation von oben nach unten schon längst nicht mehr funktioniert. Aber dann haben wir doch ein Clash, dann stoßen doch, jetzt haben wir noch den Zielübergang, das passiert doch dann.

speaker-0: finde, das passiert schon. Und das ist aber auch gut, weil in dem Moment sind wir ehrlich, immer dann, wenn es einen Clash gibt, explodiert es erstmal und dann geht es entweder in die eine Richtung oder die andere. Ich sag jetzt mal, unsere Hoffnung ist, dass es wirklich mehr in dieses Resonante geht.

speaker-1: Was macht dich denn so sicher in deiner Hoffnung? Ich folge dir ja gerne als optimistische Mensch. Aber im Grunde haben wir doch jetzt vielleicht so eine stille Reibung. Also neue Generationen sind schon da, aber noch einen Chef, eine Chefin in der Linie an Kommunikation. Dann hast du doch jeden Tag etwas, was in diesem Unternehmen passiert. Und du bist mit Führungskräften andauernd im Austausch. Was geht denn dann verloren, wenn wir das nicht beherrschen?

speaker-0: Das war's ihm.

speaker-1: Ist das das Vertrauen, ist das die Lust, sich einzubringen, was du am Anfang gesagt hast, oder verlieren wir noch vielleicht viel mehr?

speaker-0: Ich glaube, es geht nicht nur das Vertrauen, was schon schlimm genug ist, es geht die Motivation auch. Warum stehst du morgens auf? Also ich mache das, wofür ich brenne. Und da strahlen meine Augen, das ist...

speaker-1: Ich brenne einfach durch, wenn ich schlafen gehe und wenn ich im ... Ja gut, weil wir das ja machen, was wir gerne machen und trotzdem kenne ich natürlich auch viele, die sagen wir mal Ermüdungserscheinungen haben, die sagen und dadurch kommt dann so ein

speaker-0: Weil sie kämpfen. Und warum kämpft man? Weil irgendetwas gerade passiert, was jetzt, ich sag jetzt mal, gegen deren Werte verstößt, gegen deren Überzeugungen verstößt und dann bist du in einer Reibesituation. Was passiert, wenn es reibt? Dann wird es erstmal heiß. dann musst du dich entscheiden. bleib ich da jetzt oder entferne ich mich und mach so, wie es sich für mich gut anfühlt. Und ich glaube, das ist mega, mega wichtig.

speaker-1: Aber ja.

speaker-0: Also authentisch sein, eigenen Intuitionen hatten wir gerade, zu folgen und das Risiko eingehen.

speaker-1: Also das hieße dann, dass die, die diesen neuen Weg nicht mitgehen, nennen wir es New Work, mitgehen. Bist du okay mit dem Begriff New Mitgehen oder eben die weibliche Kommunikation nicht beherrschen, die bleiben auf der Strecke und die anderen fangen an und machen. Es ist ja immer, du hast sie hier auf die Nasenspitze gezeigt, es ist ja immer ein erster Schritt, du musst dich auf den Weg machen.

speaker-0: Ja und wer ist der Vorläufer? Wer macht da mit? Und wie möchtest du denn, dass in Zukunft kommuniziert wird? Ich kann doch jederzeit sagen, ich hab das doch in der Hand und du hast das doch auch in Hand. Also ich kann mich entscheiden, sage ich da jedem guten Morgen und hallo und wie geht's dir? Wie geht's dir wirklich? Ich höre zu, ich sehe dich, ich höre dich oder bin ich in meinem Tudel und mache das, ich 50 Jahre lang

speaker-1: will man es auch nicht hören, wie jetzt die Tinder-Dates laufen des Kollegen im Großraumbüro, weil man weiß, der hat eine hohe Frustration und die lässt er den ganzen Tag auf.

speaker-0: Ich weiß schon, wen frage ich und wen frage ich nicht. Aber wenn ich dann sehe, dem geht es nicht gut, kann ich trotzdem fragen.

speaker-1: Aber wenn wir dann Konflikte haben und wir haben ja, jeder kennt Konflikte, große oder kleine, dein Termin beim Arzt klappt nicht oder du kriegst den Job nicht oder der Kollege hat die Schärfe einen Ellbogen oder das Personalgespräch läuft nicht so, das Meeting läuft nicht so, wenn wir diese Konflikte im Alltag haben miteinander, dann sind wir doch noch nicht alle so weit. Also wer fängt an?

speaker-0: Glaubst du, das werden wir jemals

speaker-1: Nicht darauf zu warten, bis wir alle ready sind und dann mit New Work und neuer weiblicher Kommunikation auf die Zukunft warten, sondern wirklich anfangen, jeden Tag.

speaker-0: Ich kann mir selber sagen, ich bin die Zukunft. Ich schreibe voran. Crazy! Und du auch. Ja. Und wir alle hier. Also ich glaube, dass das ein schönes Bild auch ist, dass wir das genauso implizieren können. Ich bin die Zukunft. Ich kann zeigen, wie ich Kommunikation schön finde. Und die beginnt bei mir in der wahren Verbindung mit dem Menschen. Und das finde ich macht den Kassen nicht...

speaker-1: Das finde ich sehr, das hat so ein wärmendes Bild fast so ein bisschen, dass man denkt, man muss ja nicht verharren und sagen, habe ich jetzt schon immer so gemacht und ganz egal, wie lange man schon in einem Arbeitsprozess ist, man kann immer, jeder Tag ist eine Chance im Grunde, neu anzufangen und trotzdem gehören zum Arbeitsalltag Wut, Gereiztheit, abgekanzelt werden in einem Meeting. Wie gehe ich damit Ich bin bereit, positiv zu kommunizieren und dann schwappt ja die ganze Negativität zu mir über.

speaker-0: Ich glaube, du musst dir immer die Frage stellen, warum triggert mich was? Wir haben jetzt zum Beispiel in dem Buch auch eine Methode vorgestellt, wo es genau darum geht, wie gehe ich mit emotionalen Triggern Weil das hast du ja jeden Tag. Die Kinder sagen, erzähl mal hintereinander, ich will ein Eis, will ein Eis, ich will ein Eis, ich will ein Eis, hörst du mir zu? Oder da draußen triggert dich jemand am Schreibtisch, weil er immer wieder dasselbe Muster bedient. Und dann darfst du dich selber fragen, das kennst du ja auch.

speaker-1: ist auch bei dir. Natürlich.

speaker-0: immer. Der Vulkan wird immer höher. Ich bin jetzt kurz vorm Ausbrechen. Warum? Was bekomme ich gerade nicht von dir? Ist es Respekt? Ist es Anerkennung? Ist es Wertschätzung? Ist es Liebe? Ist es Zuwendung? Ist es Sicherheit? Was fehlt?

speaker-1: dann auszusprechen, Kollegen, die Kollegin mal beiseite zu nehmen, in einem Gespräch unter vier Augen.

speaker-0: Und das meine ich. Das ist dann wieder die Verbindung. ist... Ja, aber das ist doch... ist doch schön.

speaker-1: Als wenn du jeden Tag hingehst und dein inneres Ich brudelt wie verrückt.

speaker-0: Und dann hast du vielleicht einmal dich geöffnet, einmal dich verletzlich gezeigt oder stellst vielleicht auch die konkret richtige Frage an. Also warum machst du das so? Ich will es verstehen. Und dann löst sich schon ganz viel auf. wir, ich nenne das, das ist von der Kommunikationsebene, das ist einfach, es ist tiefer. Und das Tiefere geht viel, mehr in Verbindung.

speaker-1: Und man nimmt es ernst, man will etwas verändern, das wertschätzt vielleicht das Gegenüber dann natürlich auch.

speaker-0: Weil du dich anvertraust. Und das macht es ja verbindlich.

speaker-1: Und was machen wir jetzt mit der Frau in den Meeting, die nicht gehört wird und die man unterbricht?

speaker-0: Der muss man bisschen Körpersprache beibringen, weil mit der Körpersprache du natürlich mit deinem Selbstwert in Verbindung bist und wenn der nicht gut steht, hast du auch eine andere Körpersprache. Also ich habe viele Frauen, einfach, du kennst vielleicht das, so wenn die dann, so, kennst das? Ja, der niedliche, genau hier die Halse, ja und dann vielleicht die Haare noch so bisschen oder

speaker-1: So der niedlichste der auf einer Welt

speaker-1: Oder Frauen, die andauernd alle Rahmen drehen oder die Verlegtheitsgest.

speaker-0: oder die Männer, da an der Krawatte ein bisschen... Und das musst du einfach nur verstehen lernen, dass das gewisse Muster sind, um entweder zu gefallen oder eine Übersprungshandlung, weil ich jetzt eigentlich möchte was anderes, ich will dir eigentlich sagen, so richtig auf den Tisch schauen, aber ich mache was anderes, weil ich mich nicht traue. Und wenn du aus meiner Erfahrung heraus den Selbstwert veränderst, hast du eine andere Körpersprache danach, aber du musst erst mal verstehen, dass das was mit deinem Muster zu tun hat. Ist ein bisschen Arbeit, also ich sag mal die Körpersprache...

speaker-1: Solche Muster, das kennst du doch auch, es gibt jetzt immer Leute, sagen am Ende jeden Satz das genau, genau. Und dann denkst mal, was wollen die jetzt? Wollen die jetzt eine Bestätigung oder so zu sagen, so ein Fülselwort? Und wenn du sowas erstmal drin hast, bis du das raushast, ist es ein Prozess, das bewusst machen. Ist genau als wenn du deinen Hals hinhälst oder machst den Hals.

speaker-0: Aber du musst ja verstehen, warum sagst du genau.

speaker-1: Erstmal musst du es bemerken, dann musst du es verstehen, dann musst du versuchen, dich selber ein bisschen zu korrigieren und so kann ich mir vorstellen, dass das ja auch bei der Körpersprache Aber von was für einem Arbeitsumfeld reden wir? Reden wir jetzt vom Lehrerzimmer, reden wir vom Vorstandsmeeting? Weil deine beruflichen Kontakte sind ja oft auf einer höheren Führungsebene oder reden wir auch von der Meckerei Fachangestellten?

speaker-0: Ich glaube, das beginnt sogar noch viel, viel früher. Also geh mal in die Schulen, geh mal in den Kindergarten. Die haben ganz oft eine sehr authentische Körpersprache. Und irgendwann mal kommen wir in ein Alter, wo wir uns verstellen. Wir setzen eine Maske auf, wir spielen eine Rolle und merken dann, wir kommen nicht mehr weiter. Und dann passiert etwas, wo du dann ganz schnell das Gefühl bekommst, das geht so nicht.

speaker-1: Ich komm da nicht weiter oder ich komm mit meiner Art nicht weiter.

speaker-0: komm mit meiner Kommunikation nicht weiter. das, was ich vielleicht möchte, kann ich nicht durchsetzen. Warum? Und wenn man das dann analysiert und zugegeben, das ist tricky, weil das erstmal wehtut. Du erkennst erstmal, das bin ja ich, das sind ja meine Muster. Das hab ich ja mir selber im Prinzip angeeignet.

speaker-1: Aber vorher bist du ja auch wochenlang mit einem Frust, dass du nicht weiter kommst, auch nach Hause gefahren. Und das heißt, jetzt beginnt die Arbeit. Also das merkt man natürlich schon, auch wenn man euer Buch liest. Man kann lesen, aber dann denkt man, das hat ja doch was mit mir zu tun. Also wenn ich dann auf die Worksheets und die Fragebürgen dann tatsächlich komme, dann bist du ja schon sehr nah bei dir. Und Kommunikation ist natürlich immer sowieso nah bei uns, ist eigentlich logisch. Und sich davon abzuspalten, das kommt ja schon einer Selbstverletzung eigentlich nahe.

speaker-0: Selbstverletzung, finde ich, geht ein bisschen weit, aber es ist eine Selbstanalyse, dass du verstehen lernst, das, da kommt, das ist immer ein Spiegel, ist immer ein Resonanzfeld, das hat immer auch was mit dir zu tun. Wenn du aufgeräumt bist, wenn du klar bist, wenn du in deinen Mustern gearbeitet hast und weißt, warum du wie was tust oder sagst oder auch dich bewegst, dann kannst

speaker-1: Wir setzen uns jetzt nicht ab. Nein!

speaker-1: Du suchst

speaker-0: Aber wenn ich dich jetzt auch... Nee, wenn ich dich emotional triggern würde, ich stresse dich jetzt ein bisschen, könntest du das, was du dir antrainiert hast, nicht lange halten. Sondern du würdest dann automatisch in alte Muster rutschen, was ja sehr oft in solchen Emotional- oder Verhandlungsgesprächen ist. Und man ganz krass das zu beobachten. Was passiert da mit den Menschen, wenn man unter Druck setzt, wenn man bisschen emotional vielleicht auch triggert, dann kommen alte Muster hoch. Es tut mir leid. Das sagen mir viele. Wenn ich dann analysiere, dann sage ich, hör auf.

speaker-1: Jetzt wird's unheimlich.

speaker-1: Du spielst ja, du bist ja auch ein kleiner Ruf. Du spielst natürlich den Ball immer schön zurück und stellst dir auch Fragen zu. Das ist ja auch gut. Und im Grunde ist dieses Buch auch ein Stiegel. Und deswegen ist es so wichtig. Ich bin bereit für die weibliche Kommunikation. Ich bin bereit für die Zukunft und ich bin bereit für die Zukunft der weiblichen Kommunikation.

speaker-0: Du lebst dich schon derbe und dafür dankst... Gott, die Gesichtshut kommt her.

speaker-1: mein Gott, ich bin die zu. Und es geht nochmal ein großes Dankeschön raus an Katharina Pommer. Erschienen ist das Buch im Gaball Verlag. Im 10. März, Leute, an dem Tag machen wir nichts anderes als das Buch zu lesen. zu kaufen natürlich. Und wenn du jetzt auf deine Lebenssituation guckst, das Buch kommt raus, ihr sprecht darüber, was würdest du einem aktuellen Balian-Buschbaum-Buch was für einen Titel geben?

speaker-0: 9 Centimertz? NEU-

speaker-0: zu den Kommunikationen.

speaker-1: Zu deinem jetzigen Leben, unabhängig von dem Buch, wie geht es dir gerade, wo stehst du in deinem Leben und welcher Titel hätte dieses Buch? Das ist meine letzte Frage.

speaker-0: ist eine sehr gute Frage. Mein letztes Buch, mein letzter Slogan ist, sei mutig du selbst.

speaker-1: Vielen Dank, Balian Buschbaum. Danke für das Gespräch bei Book Deluxe. ja, liked uns, ruft uns an, wollte ich gerade sagen, aber das müsst ihr nicht. Schickt uns einfach einen Daumen auf. Danke schön.

speaker-0: Danke dir,