Spannende Bücher, spannende Gespräche
00:00:00: Und auch da hilft es, wieder mehr in den Austausch zu gehen im Hier und Jetzt.
00:00:06: Also statt den ganzen Tag im Internet zu hängen wirklich meine Freundin zu treffen oder zu schauen was gibt das denn für Aktivitäten in der Nachbarschaft?
00:00:14: Wo könnte ich real Menschen treffen?
00:00:16: Denn soziale Beziehungen sind unheimlich wichtig gerade um mit Stress umzugehen um denen abzupuffern und erzählen vor allen Dingen die ja die wirklichen Connections.
00:00:26: Also ich zeige in dem Buch, was sind quellenmoderne Überforderungen?
00:00:29: Was macht das mit uns unserer Psyche unserem Körper und wie finden wir wieder zurück in die Gestaltungskraft.
00:00:35: Was sind Quellen der Selbstwirksamkeit?
00:00:38: Wie können wir sie öffnen?
00:00:40: Zumindest in einzelne Momenten wieder runterzukommen ist ganz wichtig.
00:00:44: dann Wir sind nur leistungsfähig wenn wir auch Erholungsphasen haben.
00:01:01: Die Psychologieprofessoren und Bestselleautoren, Professor Dr.
00:01:05: Eva Asselmann, forscht zum Thema Stress, mentale Gesundheit und Persönlichkeitsentwicklung also müssten das ja eigentlich gerade goldene Zeiten für sie sein denn viele empfinden ja Stress?
00:01:18: Wann hast du das denn?
00:01:21: Ich kenne es auch relativ häufig sogar weil ich habe bei meiner Professur dann schreibe ich noch Bücher und macht noch dies und das und jenes.
00:01:30: Ja, von daher ist mir das Gefühl gut vertraut.
00:01:33: Aber woher kommt denn das Gefühl, dass alle gerade denken es ist too much?
00:01:38: Das ist ja auch der Titel des aktuellen Buches!
00:01:42: Was sind Auslöser dafür?
00:01:43: Das is ja generationzübergreifend.
00:01:45: Wir haben bei die aktuellen Studienzeigen das bei Schüler und Schülern, bei Studentinnen aber das gilt ja genauso für Arbeitnehmer und auch für Rentner.
00:01:54: Absolut und das ist nicht nur eine Ursache sondern es Bündel an Faktoren, dass das zusammenkommt und genau das macht die Sache so schwer greifbar manchmal.
00:02:05: Faktor Nummer eins ist die Technik durch das Internet des Unser Leben einfach wahnsinnig schnell geworden.
00:02:10: es wird jetzt auch immer schneller werden durch KI.
00:02:12: also das Tumac hört nicht auf sondern beschleunigt sich eher noch weiter Und mit dem Tempo kommt die Dichte.
00:02:18: Also früher da schrieb man einen Brief dann wartete man bis da jemanden Antwort verfasst Und das Ganze zurückgeschickt hatte.
00:02:24: heute, senden wir die E-Mail mit einem Klick und Pam kommt ihr Antwort wieder rein.
00:02:28: Wir sind dann wieder!
00:02:30: gefragt und so hören diese to do's gar nicht mehr auf.
00:02:34: Dann haben wir
00:02:35: auch eine zerrüttete Gesellschaft, wie sie das ja auch schreiben die sich fragmentiert in ganz unterschiedlichen Bereichen.
00:02:43: Und dann hat man ja leichtes Gefühl dass man sagt ach nee Ja früher war alles besser als wir noch die post hatten und Zeit zum durchatmen.
00:02:51: Die zeitung die informationen kam eben erst am nächsten tag.
00:02:55: aber das stimmt ja auch nicht wenn wir uns darin retten dass alles früher besser war.
00:03:00: Genau, das ist so ein Fehlschluss unseres Gehirns.
00:03:03: Denn in der Vergangenheit sehen wir die Dinge eher rosarot.
00:03:06: Wir erinnern uns an das Schöne und das Gute.
00:03:09: Und jetzt in der Zukunft fokussieren wir uns eher auf Probleme, auf Schwierigkeiten.
00:03:14: Deswegen erscheint die Zukunft dann noch häufig düster – und es wird natürlich beschwerkt durch die Medien, die Horror-News tagtäglich um den Kopf fliegen.
00:03:24: Also da ist unheimlich viel Input an Negativschlagzeilen, die wir natürlich auch erstmal verarbeiten müssen.
00:03:29: das verstärkt dieses Gestresst sein zusätzlich.
00:03:32: Was machst du denn dagegen?
00:03:34: Wir wollen ja den Nachrichten folgen.
00:03:37: man will mitreden und informiert sein und gleichzeitig muss man sich selber schützen.
00:03:42: Gibt es dafür eine Lösung, die für dich dann gilt?
00:03:45: Ja ich begrenze meinen Nachrichtenkonsum.
00:03:48: Das ist auch so der Nama-wan-Faktor.
00:03:50: Es bringt niemandem etwas, wenn wir uns den ganzen Tag mit diesen negativen Nachrichten konfrontieren und am Ende komplett hilflos fühlen.
00:03:58: Sinnvoller ist es das Ganze zu begrenzen sich auf das hier und jetzt zu fokussieren.
00:04:02: was liegt denn eigentlich an meinem Einfluss?
00:04:04: Was kann ich tun?
00:04:06: wie kann ich mich einbringen in die Welt, in die Gesellschaft?
00:04:09: Das gibt uns selbst das Gefühl handlungsfähig zu sein.
00:04:12: Ist natürlich auch insgesamt profitetabler weil niemand davon profitiert.
00:04:15: werden wir uns fertig machen?
00:04:17: Und trotzdem haben ja viele das Gefühl, dass Zugehörigkeit schwindet.
00:04:22: Das beschreiben Sie auch noch mal bei Ihrem oder in Ihrem aktuellen... Ich spring immer zwischen du und sie.
00:04:29: Sorry!
00:04:29: Das beschreibst du auch im aktuellen Buch.
00:04:33: too much.
00:04:34: Also Vereine stellen das fest, Kirchen stellen das fast Ehrenämter stellen das eben auch fest dass viele eher Projekte mögen die kurzfristiger sind wo man sich nicht langfristig bindet.
00:04:47: also dass wir scheint eine Art innere Ruhe zu schaffen und trotzdem schwindet Zugehörigkeit.
00:04:54: Parteien beklagen das ja auch.
00:04:58: Was suchen wir, wenn wir Zugehörigkeit brauchen aber gleichzeitig uns immer mehr abnabeln?
00:05:05: Ja einmal haben wir heute viel mehr Freiheiten als früher.
00:05:07: Früher war das Leben eher weniger festgelegt und wurde in eine Familie hineingeboren und der Lebensweg der Stand fest.
00:05:14: Heute müssen wir uns permanent selbst verorten.
00:05:16: Das macht es für unsere Einzelne sehr schwierig, aber auch für eine, so eine, für Vereine oder Organisation längerfristige Zugehörigkeit überhaupt erst mal zu erschaffen.
00:05:26: Und wir leben in sehr kuratierten Scheinwelten, digital können wir mit Menschen kommunizieren.
00:05:32: dadurch schwindet aber häufig diese Zugehöhrigkeit im Analogen in der unmittelbaren Nachbarschaft dass wir da weniger Kontakte suchen.
00:05:40: und auch da hilft es wieder mehr in den Austausch zu gehen hier und jetzt also statt den ganzen Tag im Internet zu hängen, wirklich meine Freundin zu treffen oder zu schauen.
00:05:51: Was gibt es denn für Aktivitäten in der Nachbarschaft?
00:05:54: Wo könnte ich real Menschen treffen?
00:05:56: Denn soziale Beziehungen sind unheimlich wichtig gerade um mit Stress umzugehen und abzupuffern.
00:06:01: und da zählen vor allen Dingen die ja die wirklichen Connections
00:06:06: Also das, was wir eben auch alle feiern.
00:06:09: Wenn wir mit unseren Freunden zusammen sind oder mit der Familie gemeinsam kochen, Spaziergang joggen gehen, rudern – was auch immer da jeder mag ins Kino gehen und ins Theater!
00:06:20: Weil wenn man in die digitale Welt schaut, die wir ja alle nutzen, die werden nicht nur beruflich sondern auch privat nutzen haben wir es daher auch sobald wir uns aus dem digitalen Fenster lehnen Hetzparolen mit entsprechenden Übergriffen zu tun, verbalen Übergriff.
00:06:39: Wir alle wissen von Fake News, Deep Fakes.
00:06:42: also es ist ja schon sehr viel was wir momentan verarbeiten müssen und auch sehr viel Negatives.
00:06:49: Woher kommt das?
00:06:51: Diese Wut bei vielen wo wir alle das Gefühl haben es prasselt auf uns ein.
00:06:56: Das is eben too much.
00:07:00: In der Regel fühlt das zu einem Gefühl von Kontrollverlust.
00:07:02: Ich kann gar nicht mehr steuern, was im Alltag mit mir passiert.
00:07:06: und dieser Kontroll Verlust, der stresst uns unmittelbar und es kann dazu führen dass wir Halt suchen in einfachen Antworten, in Verschwörungsmythen, in populistischen Narrativen weil das erstmal Stabilität verspricht Einfachheit.
00:07:21: Die Welt ist heute ja wahnsinnig komplex.
00:07:23: Das ist ganz schwer überhaupt durchzublicken selbst als Experte Und wenn da jemand isst er so eine ganz einfache Antwort parat hält, das sehen wir auch in der Geschichte zum Beispiel.
00:07:33: In der NS-Zeit war es nicht anders.
00:07:36: dann ist sowas erstmal unheimlich vielversprechend weil es diese Komplexität aus erster reduziert Und die zum Teil
00:07:44: eine Ausgrenzung natürlich.
00:07:46: Wenn man eben gegen Ausgrenzungen ist von Minderheiten, vom großen Vier einfach nur noch kleine Fenster möchte was ja eben rechtsradikale nationalistische Parolen versprechen an Zugehörigkeit dann ist das auch ein zusätzlicher Stress für mich als liberaler Mensch und das betrifft eben alle Gruppen.
00:08:06: Das finde ich so erstaunlich.
00:08:08: schon die jungen Schüler und Schülerin merken das ja auch.
00:08:12: Es wird auch befeuert, weil uns die Technik ja ermöglicht innerhalb unseres Inner-Circles zu bleiben.
00:08:19: Wir sind immer in unserer persönlichen Bubblemerkners gar nicht mehr im Alltag und haben gar nicht mit den Zugang zu diesen vielfältigen unterschiedlichen Gruppen, die tatsächlich in unserer Gesellschaft existieren.
00:08:32: Aber was heißt das?
00:08:34: Wenn wir sagen, Es gibt ja eine Sehnsucht nach Kontrolle, so nennen sie es.
00:08:39: Also das ist ein Grundbedürfnis.
00:08:42: Meine Kontakte, meine Begegnungen dann tatsächlich zu kontrollieren – Ist Kontrolle ein menschliches Grundbedarf?
00:08:50: Würde damit unser Gefühl von Sicherheit denn dann tatsächlich steigern?
00:08:55: Absolut!
00:08:55: Wir brauchen Kontrolle für unsere Vorfahren, weil das überlebenswichtig.
00:08:59: die mussten ihre Umwelt steuern können um das Überleben zu sichern und Auch heute wünschen wir uns das.
00:09:06: Wir möchten, dass unser Alltag unser Leben irgendwie kontrollierbar ist in unserer Hand, also dass wir nicht unmächtig ausgeliefert sind.
00:09:15: Es kommt halt darauf an wo wie die Kontrolle suchen.
00:09:17: häufig reagieren wir auf dieses Gefühl von Kontrollverlust oft zu viel indem wir uns sehr fokussieren zum Beispiel Auf Gesundheit auf den Körper gerade der Körpers etwas was uns final bleibt wenn alles andere aus den Fugen geraten scheint.
00:09:32: Gerade Bum ja auch so Dinge wie Longevity, Selbstoptimierung.
00:09:38: Ich trage meine Schritte, zähle die Kalorien überwache den Schlaf genau und das sind ja alles Quantitative Zahlen, die uns ein Gefühl von Kontrolle vermitteln.
00:09:49: Da ist etwas was sich steuern kann in eigenen Körperen und das nimmt mir niemand weg und da kreieren wir uns häufig fest.
00:09:55: Und wenn das exzessiv wird verlieren wir dadurch Flexibilität, die wir eigentlich bräuchten um mit dieser Schnelllebigen, sich gerade rasant verändernden Welt umgehen zu können.
00:10:07: Was sind denn Reaktionen von Menschen auf dieses Too Much?
00:10:11: Auf dieses Gefühl... im netz vielleicht angriffen ausgesetzt?
00:10:15: ich weiß nicht ob ich meinen job behalten kann ob die erhält beziehung halten was auch immer das einzelne thema eines menschen ist, ist es dann der rückzug wie sie gerade wie du ja grade gesagt hast in diesen individuellen raum wer vielleicht wie so ein schutzraum funktioniert?
00:10:32: oder ist das die mangelnde flexibilität Die Abnahmekonflikte auch auszuhalten.
00:10:40: oder was sind Reaktionen von Mitbürgern und Mitbürgerinnen darauf?
00:10:45: Ganz unterschiedlich.
00:10:46: einige versuchen, die Dinge in den Griff zu bekommen stärker zu kontrollieren.
00:10:51: Was dann tendenziell zwanghaft werden kann.
00:10:53: Es gibt auch Menschen, die machen sich exzessiv Sorgen.
00:10:56: Und die grübeln über Versäumnisse in der Vergangenheit oder denken sehr stark über Probleme in der Zukunft nach um das Ganze vermeintlich... vor wegzunehmen, zu kontrollieren und zu lösen.
00:11:10: Dann gibt es Menschen, die suchen Zugeflucht in Alkoholtrogen, Medikamenten um sich zumindest kurzfristig erleichtert fühlen zu können.
00:11:18: Und es gibt Menschen, der bleiben irgendwann resigniert liegen und fragen sich was bringt das überhaupt noch?
00:11:23: Wozu stehe ich morgens überhaupt auf?
00:11:25: Das kann im schlimmsten Fall...
00:11:28: Können wir die noch abholen?
00:11:29: oder wenn man einfach erst mal am Boden liegt?
00:11:32: Ich bin jetzt grundsätzlich eher ein optimistischer Mensch.
00:11:35: Dann will man ja auch nicht aufgeben und sagen bleibt lieben, sondern man will sie wieder einbinden in das gesellschaftliche Vier.
00:11:42: Ja Wir stecken uns auch gegenseitig an mit Resignation aber auch mit Aufbruch Und ich kann versuchen anderen Menschen zu signalisieren hey handeln ist möglich lasst uns doch diese sache tun.
00:11:54: viele Stecken sehr im problemfokus fest und wir können nicht so ganz sanft in den Lösungsfokus ziehen.
00:12:02: Das fängt schon damit an, viele sind ja auch im Alltag einfach verbittert und ich weiß nicht... Mir geht es manchmal so wie ich komme in den Supermarkt und dann sind da Verkäuferinnen die mich total anblaffen wo aber klar ist sie sind gerade in dem Moment einfach überfordert und gestresst.
00:12:18: das ist zu viel und da ist zum Beispiel Miniintervention im Alltag, das man nicht zurückblafft.
00:12:24: Sondern versucht mal ganz freundlich zu sein und so ein bisschen mit Gefühl zu zeigen im Alltags.
00:12:28: So können wir schon Verhärtung wieder aufbrechen im Kleinen
00:12:34: Also selber die Sonne sein, am besten selber ein bisschen mehr strahlen.
00:12:38: Wenn jemand anders gra ... Ja das ist ja wirklich gut!
00:12:41: Das kann jetzt auch ein bisschen Berlinspezifisch sein, dass der Ton da etwas rauer ist... Aber wozu is denn dein Buch Tumatschner Einladung?
00:12:51: Wo willst du uns dann an die Hand
00:12:53: nehmen?!
00:12:54: Ich möchte vor allen Dingen zeigen, dass wir nicht hilflos ausgeliefert sind.
00:12:57: Die sind zu viel der Gegenwart und der Zukunft sondern dass wir selbst mitgestalten können.
00:13:03: ja noch nicht in unserem Land.
00:13:04: Diese Aufbruchstimmung ist ja alles andere als da!
00:13:09: Und das möchte ich eben zeigen, wir können uns fokussieren auf das was in unserem Einfluss liegt im Alltag und damit püapö dieses Gefühl von Wirksamkeit zurückgewinnen.
00:13:18: Das ist immer der allergrößte Driver dass wir im Alltagerfahren.
00:13:24: Wir können etwas bewirken und das setzt im Kleinen an.
00:13:28: Anstatt die gesamte Welt revolutionieren zu wollen, kann ich mir überlegen was kann ich denn heute schon tun?
00:13:33: Und wenn es nur die allererste E-Mail ist, die ich rausschicke oder das nächste kleine Miniprojekt dass sich angehe und so kann ich sukzessive in meine Wirksamkeit zurückfinden und andere damit natürlich auch an stecken indem ich ein Vorbild bin oder indem auch andere ermutige und bestärke, hey du packst das.
00:13:53: Diese eine Sache weil du hast es in der Vergangenheit auch schon geschafft.
00:13:57: also ich zeige in dem Buch was sind Quellen moderne Überforderungen?
00:14:00: Was macht das mit uns unserer Psyche unserem Körper?
00:14:03: Und wie finden wir wieder zurück in die Gestaltungskraft?
00:14:06: Was sind Quell'n der Selbstwirksamkeit?
00:14:08: Wie können wir die öffnen?
00:14:10: Ganz genau, weil erst mal hat ja auch das Gefühl so ein Gehirn eine Art Schutzfunktion und muss sich einmal sagen.
00:14:16: Hey der Sog der Welt ist wie so ein Strudel.
00:14:19: ich muss mich selber mal ein bisschen zurückziehen denn wenn man in den großen Vergleich geht in den weltweiten vergleich haben ja viele das gefühl ich bin nicht schön genug.
00:14:28: Ich bin nicht straff genug, ich bin ich intelligent genug?
00:14:31: Ich bin ich erfolgreich genug.
00:14:33: wenn man anfängt sich diesen vergleichen permanent auch auszusetzen hat es ja genauso konsequenz als wenn wir auf die politischen katastrophen gucken die kriegsherde und dass wir nicht das Gefühl haben die welt kommt einfach mal zur ruhe sondern eine krise jagt die nähe nächste.
00:14:51: das heißt unser gehirn braucht auch so eine Art Auszeit und das kann sein der kleine Erfolg in der Nachbarschaft, wie du das gerade sagst oder sich auf ein lokales Projekt konzentrieren.
00:15:03: Was braucht der Kopf denn noch?
00:15:08: Du hast es ja gerade schon gesagt, dass wir sehr ... also wir haben so ein Bayerist drin.
00:15:11: Wir sehen ja bei Social Media diese ganzen kuratierten großen Scheinwelten und haben dann das Gefühl ich selbst genüge gar nicht mehr weil bei uns sehen wir halt alles.
00:15:18: Bei den anderen sehen wir nur das ausgewählte was glatt gebügelte und bei uns wenn wir im Bademantel mit Augenringen auf der Kaut hocken und völlig desperate sind, dann sieht das aus wie niemand.
00:15:30: aber wir fühlen das immer.
00:15:32: Ja,
00:15:32: das ist okay.
00:15:32: Das
00:15:32: hat natürlich eine Bündnisgarten.
00:15:35: Genau.
00:15:36: Und sich das erst mal klarmachen, dass es eben eine Verzerrung ist und dann aber auch den Fokus auf die eigenen Stärken lenken.
00:15:43: Wir sehen ja bei uns häufig die Schwächen.
00:15:45: Wir haben aber natürlich auch Stärkungen und Kompetenzen und können uns auch überlegen was habe ich denn in der Vergangenheit schon geschafft?
00:15:53: Was kann nicht richtig gut wirklich dran auf?
00:15:56: Was gibt mir auch Sinn im Leben?
00:15:57: Also was ist bei mir ein starkes Wofür.
00:16:00: Gibt es Tätigkeiten wo ich in so einen Flow komme, wo ich wirklich alles um mich herum vergesse und auch gar nicht mehr den Sinn hinter Frage weil das mich so ausfüllt.
00:16:09: davon können wir uns sukzessivemehr ins leben holen.
00:16:12: dann ganz wichtig sind natürlich draußen zum beispiel beim schreiben einer bücher.
00:16:17: Ich liebe es Bücher zu schreiben Und Mach auch gern so Gespräche wie mit dir heute.
00:16:25: Also wenn ich das Wissen raustrage aus der Wissenschaft in die Gesellschaft, ergibt mir das ein ganz großes Gefühl von Sinn.
00:16:33: Ich erlebe es als er sinnvoll und mir macht das auch super viel Spaß.
00:16:37: also da ist mein Flow-Erleben... Aber das
00:16:40: ist schön, wenn du das so sagst.
00:16:41: aber manche sagen ja auch, dass beschreibst du ja auch in Tomatsch das Durchhaltevermögen?
00:16:47: Dass die Willenskraft ob der Erschöpfung bei vielen momentan gar nicht mehr da ist.
00:16:53: Viele von uns haben das Gefühl, es fehlen ihnen die Reserven.
00:16:57: Ich stelle das ja auch bei jüngeren Kollegen fest, die sehr schnell gereizt werden und überfordert sind.
00:17:05: Das hat eben auch nicht jeder.
00:17:07: Müssen wir noch ein bisschen mehr üben diese Resilienz?
00:17:11: Brauchen wir mehr individuellen Schutzraum?
00:17:14: Da haben wir schon ein oder zwei Beispiele genannt.
00:17:17: Oder ist das auch eine Voraussetzung deiner Persönlichkeit, meiner Persönigkeit?
00:17:23: Oder kann man das stärken.
00:17:25: Man kann es stärken und wenn wir jetzt mal beim Flow bleiben gibt's ja viele Menschen die sagen Mensch mein Alltag der ist so festgefahren da gibts kein Flow erleben mehr kann ich mich nicht daran erinnern.
00:17:36: Da hilft es mir auf die Kindheit zu schauen.
00:17:37: was hat mir dann als kind richtig viel Freude gemacht.
00:17:40: Wo bin ich drin aufgegangen?
00:17:42: womit habe ich meine Zeit gern verbracht?
00:17:44: Und dann ganz wichtig natürlich Pausen.
00:17:46: Viele von uns sind ja permanent am Limit schon regelrecht ausgelaut, wir brauchen aber eine Balance aus Anforderung und Erholung im Alltag.
00:17:56: und auch da kann ich versuchen ganz klein anzusetzen.
00:17:58: vielleicht reicht es jetzt nicht für den ausgedehnten Venice Urlaub.
00:18:02: Aber ich kann mir überlegen was sind denn so Mini Inseln im Alltag?
00:18:07: Ein paar Mal am Tag bewusst ein und ausatmen, sich überlegen wie geht es mir eigentlich?
00:18:11: kurz ans Fenster treten.
00:18:13: Den Körper einmal durchscannen um zumindest in einzelne Momente wieder runterzukommen das ist ganz wichtig.
00:18:19: dann wir sind nur leistungsfähig wenn wir auch Erholungsphasen haben.
00:18:24: Vielleicht gönnen wir uns die.
00:18:25: manchmal, du schreibst es ja auch so dieses Echo dieser Halt des Niedergangs.
00:18:30: Der kommt ja irgendwie aus allen Ecken zurück das man immer denkt da ist es dunkel, da ist grau und da kommt noch eine Wolke.
00:18:36: Das schaffe ich nicht!
00:18:37: Und Nieselregen ist sowieso den ganzen Zeit in Deutschland.
00:18:41: also wenn man auch dem Blick ändert auf das hast schon einmal genannt was man schon geschafft hat.
00:18:46: Das war ein früher Freude gemacht.
00:18:49: Manchmal fällt es uns aber schwer A, uns zu erinnern oder auch etwas loszulassen.
00:18:55: Wir hängen ja auch an Projekten und denken wir müssen da jetzt die Zähne zusammenweisen und dabei hängen wie nur noch so mit zwei Fingern an der Regenrinne und das ist eigentlich dass die Kraft nicht reicht.
00:19:05: Warum fällt es uns denn so schwer, es loszulesassen?
00:19:11: Wir wollen natürlich Kontrolle über das was geschieht und wenn wir loslassen ist es häufig dieses Gefühl jetzt bricht alles über mich zusammen Und gerade bei so einem Projekt, wo ich schon sehr viel investiert habe kommt noch der Sankt-Kost-Effekt hinzu.
00:19:23: Ich sehe da also wieviel Zeit ich schon investiert hab und möchte natürlich auch nicht dass das alles für die Katz war.
00:19:29: Da können wir Bilanz ziehen uns überlegen... Also nicht was habe ich schon invested sondern in die Zukunft gerichtet.
00:19:35: wäre es jetzt sinnvoller das aufzugeben oder weiter zu machen?
00:19:41: Da kann man sich mal aufschreiben was sind Pros und Kons und dann drüber schlafen was sagt eigentlich mein Bauchgefühl?
00:19:47: Ja, also das nochmal auch zu sagen was ganz klar und auch ehrlich glaube ich zu sagen ja Es kann ja auch sein dass einem etwas was ein stresst.
00:19:57: Vielleicht ist es ein verrückter Gedanke aber zu sagen auch das gibt dir ja halt.
00:20:02: Also man kann sich ja auch an Negativität festbeißen Man kann sicher auch an etwas best beißen was dir nicht gut tut Und dann zu dem blick zu ändern die Perspektive zu haben manchmal das gefühl Dass uns das sehr schwer fällt gerade
00:20:17: Absolut, weil diese... Wir haben ja häufig so einen Opferdenken.
00:20:21: Dass wir uns als Opfer sehen in der Umstände, weil der Chef böse ist, der Staat ist schlecht wie auch immer und im ersten Moment entlastet das natürlich, weil ich selbst Verantwortung abgebe.
00:20:31: die anderen sind schuld nicht Ich.
00:20:33: deswegen ist es erst mal sehr entlasten Im ersten moment.
00:20:36: langfristig ist aber genau das fatal denn wir bleiben so eine opferrolle wir sind auch hilflos.
00:20:43: Wir werden wieder handlungsfähig, indem wir uns überlegen was kann denn ich selbst tun.
00:20:46: Was liegt in meiner Macht?
00:20:48: nicht im Sinne von Ich bin selbst an allem Schuld sondern ich kann schon auch Dinge verändern.
00:20:53: und gerade bei Dingen die in der Vergangenheit nicht gut gelaufen sind können wir uns mal überlegen wie kam es denn dazu?
00:20:59: Was habe ich vielleicht auch übersehen?
00:21:01: Was hätte man im Rückblick anders machen können?
00:21:04: Und wie mache ich es beim nächsten Mal?
00:21:05: Was lerne ich daraus, weil häufig schieben wir negative Gefühle.
00:21:09: Scheitern misserfolgt das sind ja alles Themen die sind und uns unangenehm und dann schieben wird die bei Seite.
00:21:14: Wir wollen uns gar nicht damit auseinandersetzen.
00:21:16: Aber darin steckt auch ein Lerneffekt, dass wir hier ein paar Patten darauf zuschauen.
00:21:21: Genau und das ist ein Wahnsinn.
00:21:23: Wir lernen viel mehr aus Fehlern als aus Erfolgen, weil wir da nämlich erfahren was klappt nicht?
00:21:29: Was muss ich beim nächsten Mal besser machen?
00:21:32: Aber auch sich nacktmachen, sich ehrlich sein und dann den schönen Filter natürlich auch selbst gegenüber wegzunehmen.
00:21:41: aber würdest du sagen dass es eines der psychologischen Schlüsselkompetenzen für die Welt von morgen eben genau hinzuschauen.
00:21:50: Was tut mir gut?
00:21:52: Wo habe ich aber auch Fehler
00:21:53: gemacht?".
00:21:54: Ja, total!
00:21:55: Also sich anschauen was lief vielleicht nicht so gut wo kann ich draus lernen, aber auch was sind Potenziale die ich ausschöpfen kann?
00:22:01: weil klar man kann seine Schwächen schwächen.
00:22:04: Aber ein viel größerer viel kraftvoller Hebel ist es die eigenen stärken weiter zu stärken und Ich glaube da dürfen wir ansetzen gerade in Deutschland.
00:22:12: dann zum überlegen Gerade ist ja in der Welt so viel im Wandel.
00:22:16: Was liegen denn da auch für Potenziale drin, die wir ausschöpfen können?
00:22:19: Zum Beispiel im Umgang mit KI.
00:22:21: Klar, da gibt es Gefahren, Menschen bangen um ihre Jobs – das ist alles nicht schön!
00:22:26: Aber es gibt ja auch positive Facetten.
00:22:27: Wie können wir solche... Veränderungen nutzen?
00:22:31: zu unseren Gunsten, dass wir den Warnlil positiv gestalten in unserem Sinne.
00:22:36: Aber das gelingt uns so schwer!
00:22:38: Also sagst du ja auch nochmal, dass man stabil bleibt wenn eben neue Technologien kommen und trotzdem die Reizüberflutung haben zu sagen Ja, darum ist eine Chance.
00:22:51: Also wir natürlich nicht alle, aber ein Großteil der Gesellschaft ist ja die Stimmung gerade.
00:22:56: Nicht zu sagen hey was können wir damit machen?
00:22:58: Wo können wir da neugierig sein?
00:23:00: das
00:23:00: fehlt mir so oft klar.
00:23:03: Wir haben Bürokratie, wir haben all diesen Jammer-Modus Der bei uns auf einem sehr hohen Level ist.
00:23:09: Aber zu sagen trotzdem Neugierisch stabil zu bleiben ob der Herausforderung Das fällt uns doch vielleicht manchmal schwerer als wenn man in andere Gesellschaften guckt.
00:23:21: Ja, da ist auch wieder dieser Kontrollreflex dass wir Sicherheit wollen und die Sicherheit liegt ja vermeintlich immer in dem Vertrauten das was wir schon kennen.
00:23:31: Warum
00:23:31: ist unser Sicherheitsbedürfnis so stark?
00:23:35: Gerade in Deutschland haben wir eine sehr bewegte Vergangenheit zum Beispiel mit den Weltkriegen wo einiges schief gelaufen ist, wo wir uns nicht mit unseren Fehlern mit der eigenen Schuld zu wirklich auseinander gesetzt haben, da wurde ja auch vieles verdrängt.
00:23:49: Sehen wir ja zum Beispiel in den Fünfzigern – da hat man wenig aufgearbeitet und man hat einfach so getan als wenn nichts wäre und alles in so ein sehr starres Korsett gepresst mit sehr starren gesellschaftlichen Normen.
00:24:01: Und ich denke schon dass das schon auch ein Treiber ist.
00:24:04: unsere Vergangenheit dann hatten Missbrauch von Datenüberwachung, zum Beispiel in der DDR.
00:24:13: Deswegen sind wir sehr sensibel im Umgang mit Daten und Information was ja auch rein spielt bei KI.
00:24:18: also viele so Erfahrungen vom Kontrollverlust die uns immer noch hinterher hinken.
00:24:24: deswegen sind für Deutschen sehr Sicherheitsbewusst.
00:24:27: Wir wollen riesig minimieren und zeigen uns dementsprechend häufig wenig offen für Neues weil Neues eröffnet immer Chancen.
00:24:36: Gleichzeitig bedeutet das aber auch Risiko, Risikonschance sind quasi zwei Seiten einer Medaille.
00:24:42: Aber für die jüngere Generation, die ja eigentlich die Chance nutzt und diese ersten Schritte wagt, stellen wir eher ein Gefühl von einem sehr hohen Sicherheitsbedürfnis fest?
00:24:56: Das überträgt sich dann von der älteren Generation auf die Jüngeren?
00:25:02: viele jüngere in einer sehr behüteten Welt aufgewachsen sind.
00:25:05: Stichwort Helikoptereltern, wo Eltern versucht haben wirklich alles negative, potentiell gefährliche von ihren Kindern fern zu halten.
00:25:14: Der Verkümmer hat natürlich so diese Fähigkeit umzugehen mit Ungewissheit und Wagnissen, mit Scheitern, mit Herausforderungen des Lebens – da spielt sicherlich eine Rolle!
00:25:24: Und gerade die jüngeren Generationen steht ja vor einer Welt die extrem chaotisch ist.
00:25:29: Wir wissen nicht, was kommt im Sinne von Technologien, Klimawandel?
00:25:33: Dann haben wir sehr viele politische wirtschaftliche Herausforderungen und viele junge Menschen beunruhigt das.
00:25:42: eine wesentliche Zäsur war da die Corona-Pandemie wo viele von diesen sehr behüteten jungen Menschen gemerkt haben Mensch so sicher wie das Leben in Maschinen scheint es ja doch nicht zu sein Weil uns das wirklich von heute auf morgen auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt hat.
00:25:57: Viele saßen zu Hause, konnten gar nicht mehr mit gleichaltrigen Interagieren was ja in dem Alltag total wichtig ist.
00:26:05: Was bei vielen schonen glaube ich dieses Sicherheitsgefühl erschüttert hat.
00:26:11: Jetzt bist du ja jemand, der sagt es ist irgendwie ein Paradox.
00:26:15: Auf der einen Seite haben wir noch nie so viel über Resilienz gewusst wie wir uns stabilisieren in dieser herausfordernden Welt und fühlen uns dennoch zunehmend erschöpft und das ist ja nicht nur bei den Jüngeren sondern durch alle Generationen hin Ein Thema.
00:26:33: Was können wir denn noch tun?
00:26:35: Also du bist mit so vielen Menschen, so vielen unterschiedlichen Gruppen auch tatsächlich im Gespräch.
00:26:42: was sind da deine Erfahrungen die wir vielleicht dann auch in too much wiederfinden?
00:26:47: Ja einmal sind wir sehr am Strom des Alltags gefangen.
00:26:50: gerade digitale Medien sind sehr reizvoll, dass wir uns damit reißen lassen durch so unmittelbare Belohnungskicks.
00:27:00: Die zum Beispiel Social Media bereithalten.
00:27:03: und dieses psychologische Wissen ist zwar in der Mitte der Gesellschaft angekommen aber viele von uns befassen sich jetzt noch nicht so lange damit haben zwar davon gehört aber es scheitert ein bisschen an der Umsetzung.
00:27:16: Wissen und Handeln sind immer zweierlei Dinge.
00:27:22: sehr gut damit beraten, wenn wir psychologische Kompetenzen einfach viel mehr einbetten.
00:27:28: Viel früher schon vermitteln in der Kita, in der Schule, am Arbeiten
00:27:33: zu lassen.
00:27:34: An welcher Psychologischen Kompetenz denkst du da?
00:27:38: Zum Beispiel Umgang mit Unsicherheit, umgang mit negativen Gefühlen.
00:27:41: Was mache ich, wenn ich Angst habe oder traurig bin, wenn eine Klassenarbeit daneben geht?
00:27:49: Ich habe einen Schluss gemacht und ich habe Liebeskummer.
00:27:51: Das sind ja erste Erfahrungen im Leben, wo man irgendwie mit klarkommen muss.
00:27:55: oder wenn ich Angst habe um meinen Job was mache ich dann?
00:27:59: Wenn mir gekündigt wird oder wenn alles so in der Schwebe hängt?
00:28:03: das sind so basale Kompetenzen die früher immer als etwas Privates betrachtet wurden.
00:28:09: Liebeskommer da holt man sich irgendwie Rat von den Eltern Und ich glaube, dass wir das Maastisch unterschätzt haben.
00:28:15: Gerade jetzt im Wandel wie sehr wir diese psychologischen Kompetenzen brauchen.
00:28:19: und es ist eben nichts Privates sondern etwas was uns alle angeht und wir müssen das gerade vermitteln an Personen die das im Elternhaus vielleicht gar nicht mitbekommen auch um die soziale Schere wieder so ein bisschen einzudämmen weil sonst ist es so dass diejenigen die schon gut aufgestellt sind maximal profitieren auch von so Tools wie KI die das vielleicht da umsetzen können, weil sie ja schon gut aufgestellt sind und Menschen, die vielleicht Bildungsferner aufgewachsen sind, die wenig Kompetenzen zu Hause mitbekommen haben.
00:28:48: Die geraten dann immer mehr ins Abseits – genau das müssen wir verhindern!
00:28:52: In dem wir auf die
00:28:53: Schere ist sowieso schon größer.
00:28:54: Ja
00:28:55: eben, jetzt nochmal
00:28:56: in einem rasanten Tempo können wir zum Schluss noch mal dieses Tempo ansprechen weil in meinen Gesprächen im journalistischen Auseinandersetzung ist das für viele ein Thema.
00:29:09: es macht ja auch nochmal Druck hinterherzukommen ist aufzuarbeiten die die Kompetenz auch nochmal drauf zu schaffen.
00:29:15: dass Tempo von Informationen haben wir vorhin angesprochen das Tempo vom Wechseln bis drei Jahre an einem Ort, dann musst du schon wieder umziehen.
00:29:25: Mobilität ist gefragt.
00:29:30: Wie gehen wir damit um?
00:29:31: Dass das Tempo gefühlt ja immer schneller wird und wir manchmal das ein bisschen verlangsamen möchten.
00:29:40: Ja indem wir unsere Selbststeuerungskompetenz stärken.
00:29:43: also wir selbst können ja im Alltag selbst steuern mit beeinflussen wie schnell wir etwas tun ob wir reflexhaft auf eine E-Mail reagieren oder erst mal innehalten und uns dann überlegen, was wir antworten.
00:29:55: Wann wir Pausen setzen?
00:29:57: Wann wird Feierabend machen?
00:29:59: Wir haben heute nicht nur ein höheres Tempo sondern auch eine größere Freiheit und Flexibilität zum Beispiel flexibler Arbeitszeiten.
00:30:05: das ist ja erstmal schön und gut bedeutet aber wir brauchen die Kompetenz zur Selbststeuerung.
00:30:10: ich muss selbst erkennen wann ich eine Pause brauche wenn ich mich erholen muss man mein Akulär ist und dass dann auch so initiieren.
00:30:19: Und wir wissen aus der Forschung, dass das Menschen sehr schwer fällt.
00:30:21: Also gerade wenn Menschen erschöpft und müde sind schaffen sie es nicht mehr sich selbst zu regulieren.
00:30:27: Das ist eine große
00:30:28: Kompetenz.
00:30:32: Genau!
00:30:32: So können Sie sich diese Erschöpfungskreisläufe natürlich immer weiter aufschaukeln.
00:30:36: Diese Fähigkeiten zur Selbsteuerung brauchen wir.
00:30:39: Noch mal Nachhaken an dieser Stelle haben wir denn auch ein berufliches Umfeld in dem du deine Erschöfffung nicht zugeben kannst?
00:30:47: indem wir es nicht formulieren können und es annehmen können.
00:30:50: Also wenn wir auf die politische Situation schauen, wird ja alles was an therapeutischer Hilfe psychologischer Unterstützung da ist momentan gibt es ja die Gespräche es einzukürzen und einzudämmen dann fällt es ja sicherlich Arbeitnehmer Arbeitnehmerinnen auch schwer zu sagen ich kann einfach nicht mehr
00:31:10: Ja leider.
00:31:12: also das ist glaube ich Entwicklung in die absolut falsche Richtung.
00:31:17: Wir brauchen da eher mehr Gelder und Strukturen und Maßnahmen als weniger.
00:31:23: Und klar, wir brauchen auch ein Klima was sich ändert.
00:31:27: Wir sind gefragt als Einzelner aber auch als Gesellschaft weil gerade bei uns gilt ja so etwas wie Burnout das ist irgendwie immer noch derjenige der hat sich aufgeopfert für die Leistungsgesellschaft.
00:31:37: schön es hat immer noch so ein positives wenn Leute gestresst sind und Pausengelten häufig als etwas Schwaches.
00:31:47: Und da brauchen wir einfach einen Umdenken, weil es ist wie bei einem Akkuschrauber die muss ich auch irgendwann an die Steckdose stecken damit der weiter schraubt sonst ist er irgendwann näher und dann kann ich damit gar nicht mehr hantieren.
00:31:57: und genauso ist das bei uns auch.
00:31:59: Wir brauchen immer wieder Phasen der Erholung damit wir überhaupt langfristig leistungsfähig sind und dass erfordert ja wir brauchen umdenken bei einzelnen aber auch in Organisationen und in der Gesellschaft.
00:32:12: Stress, mentale Gesundheit, Persönlichkeitsentwicklung.
00:32:15: So viele Themen decken sie ab in dem neuen Buch das ich allen empfehlen möchte.
00:32:20: die Bukdeliks hören und schauen heißt Too Much von Professor Dr.
00:32:26: Eva Asselmann ist erschienen bei DTV.
00:32:30: was liehst du denn gerade?
00:32:31: Was liegt bei dir auf einem Nachtisch auf einem Schreibtisch?
00:32:33: Was nimmst Du mit in die Bahn?
00:32:36: Ich lese gerade Ambitionen von Dorothea Assig und Dorotheech.
00:32:39: Das ist ein ganz tolles Buch darüber, wie wir unsere Ambition verwirklichen können.
00:32:46: im beruflichen geht es vor allem in dem Buch drum aber auch im privaten.
00:32:50: das finde ich sehr schön weil ja Ambition so große oder übergeordnete Richtung was möchte ich eigentlich schaffen in der Welt kann ganz großer Kraftgeber sein im Alltag
00:33:01: Und du hast schon so viel geschaffen.
00:33:02: Es ist toll, dass du bin gespannt auf die Ambitionen, die du noch für dich erfüllst, die wir mit beobachten können.
00:33:09: weiterhin beruflich alles Gute, viel Kraft und eben auch die Auszeiten Dankeschränke.
00:33:14: das war ein tolles Gespräch danke dir.
00:33:16: ich danke
00:33:16: auch vielen vielen dank.