book:deluxe - Der Büchertalk mit Bärbel Schäfer

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Spannende Bücher, spannende Gespräche

Transkript

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Speaker 2: Ja, und das war so bisschen so ein Schlüsselmoment. Als mein Papa dann gegangen ist, habe ich zum ersten Mal Trauer eigentlich gelebt, bewusst. Dann wurden mir diese Strategien bewusst. Und dass es eben ein Gamechanger ist, wenn einem klar wird, dass eben alles immer gleichzeitig passiert. Die Spaltung, die wir gerade so spüren, der Ton wird rauer. Und das ist so auch etwas, wo ich gerne animieren möchte, die Gleichzeitigkeit zu schauen, weil gleichzeitig wirklich so viele gute Dinge auf der Welt passieren. Mut ist für mich, bedeutet für mich in der heutigen Zeit immer noch optimistisch zu bleiben und das auch total zu leben. Book Deluxe – Der Büchertalk mit Bärbel Schäfer Da sind wir wieder mit einer neuen Ausgabe von Book Deluxe und ich freue mich ganz besonders, mein erster Gast, der den Talk im Schneidersitz, die den Talk im Schneidersitz verbringt, Susanne Sidropoulos ist Autorin, Mutter, Sinfluencerin, Schauspielerin und rockt, glaube ich, ganz schön gut das Leben. Herzlich willkommen, Susanne. Ja, danke schön. Ich freue mich, ganz talentiert zu sein. Das stimmt, es hat beim letzten Mal aus technischen Gründen nicht geklappt. Diesmal, hello, wir feiern die Deutsche Bahn und können endlich über dein aktuelles Buch reden. Licht und Schatten heißt es. Das Geschenk der Gleichzeitigkeit. Gibt ja immer so einen Impuls, weil man sagt, ach, jetzt möchte ich gerne schreiben oder jetzt ist Zeit, was zu erzählen. Was war das denn bei Licht und Schatten?

Speaker 2: Ja, Licht und Schatten war echt so ein Schnellschuss tatsächlich. Also ich habe das viel schneller geschrieben als meine anderen beiden Bücher. Es ist aber auch zum höchsten Teil ja auch ein Journal, daher ist das okay so gewesen, aber es musste halt wie bei den anderen auch raus in dem Moment. der Impuls war ja eigentlich ein trauriger, also mein Papa ist gegangen und ich habe zum ersten Mal ganz bewusst Das war der Impuls.

Speaker 2: gespürt, was es bedeutet, gleichzeitig traurig und glücklich zu sein. Und das war Magic und es hat mich durch mein schwierigstes Jahr tatsächlich getragen. Und als mir das so klar und bewusst geworden ist, ich gedacht, das muss ich teilen. Das ist irgendwie so ein Gamechanger für mich gewesen. Und so Schlüssel war die Trauer oder hattest es auch durch andere Emotionen ausgelöst vorher schon mal zu merken, da passieren ja Dinge gleichzeitig. Du bist deinem Papa sehr nah, wenn man deinem Account folgt, weiß man das auch. Wahrscheinlich bist du so ein Papa-Mädchen auf jeden Fall. Ist das ein Mensch, glaube ich, gewesen mit einem sehr, sehr großen Herzen, den nicht nur ein Stadtteil in Hamburg gefeiert hat, der Bürgermeister von Eppendorf, sondern ich glaube ... noch weit darüber hinaus hat er einfach viele Spuren hinterlassen bei Menschen und ganz viele eben natürlich auch bei dir, bei den Enkelkindern, bei seiner Frau. Aber hat das was mit Trauer zu tun? Ja, mir ist durch dieses Erlebnis eigentlich klar geworden, wie sehr ich eigentlich mein Leben lang diese Gleichzeitigkeiten gelebt habe. Also wir leben sie alle. Aber mir ist nochmal bewusst geworden, woher so mein Optimismus kommt und dass er natürlich durch viele Schicksalsschläge entstanden ist. Es war teilweise eine Überlebensstrategie. Ich habe meine Mama halt sehr, sehr früh verloren, schon mit 16 und habe meine Trauer, kann man schon sagen, 30 Jahre in so eine ganz tiefe Schublade versperrt. Ja, weil wenn man die Augen schließt und denkt an dich, dann hat man nicht als erstes jetzt eine traurige junge Frau vor Augen.

Speaker 2: Nee, im Gegenteil. man denkt wirklich, deswegen kam das auch so überraschend für viele Leute, weil man so dachte, weil ich immer mit diesen Leichtigkeit und Happy und Pipi Langstrumpfleben so kokettiert und gespielt habe, weil es auch sehr ich bin, war es eher so überraschend, dass da so viel Trauriges hinter steckt. ja, das war so bisschen so ein Schlüsselmoment. Als mein Papa dann gegangen ist, habe ich zum ersten Mal Trauer eigentlich gelebt, bewusst. Dann wurden mir diese Strategien bewusst und dass es eben ein Gamechanger ist, wenn einem klar wird, dass eben alles immer gleichzeitig passiert. Was hast du denn dann zugelassen, was du, wie du sagst ja, fast 30 Jahre so verkapselt hast? Ja, naja, eigentlich im Prinzip überhaupt traurig sein zu dürfen. Also ich habe das wirklich immer so weggeschoben. Also immer dann Fokus auf das Gute und ja, immer so ein bisschen Glitzer. Man muss sich auch selber Konfetti ins Leben sprühen. Das sind natürlich alles so meine Sätze, die ich auch immer noch so meine. Du sprichst ja von toxischer Positivity. Ist es das, du meinst, dass man, egal wie viel Dreck dir das Leben ins Gesicht schleudert, und wir kriegen alle Dreck ab, oder haben alle den einen oder anderen Rucksack, den wir dann tragen müssen, und wenn man als Teenagerin die Mama verliert, ist das ja schon mal ein sehr schwerer Rucksack, dass du gedacht hast, ich will nicht das traurige Mädchen sein, hat das damit zu tun?

Speaker 2: Ich glaube, es war keine bewusste Entscheidung. Ich will nicht das traurige Mädchen sein. Ich glaube, es war ein Überlebensinstinkt. Ich hatte auch einfach wirklich viele Träume, Wünsche. Ich wollte ja Superstar werden. ich habe, glaube ich, einfach den Fokus ganz klar auf alles meine Ziele gerichtet. Dann habe ich auch noch in diesem schwersten Verlust ja meine große Liebe kennengelernt, mit der ich ja immer noch heute zusammen bin. Also sprich, mehr Gleichzeitigkeit ging gar nicht, weil es war... Erste Liebe und meine Mutter ging es immer schlechter, bis hin zu, dass unser erster Jahrestag dann die Beerdigung meiner Mutter war. Und irgendwie war ich einfach auf dieser Überholspur zu finden. Und ich glaube einfach, das funktioniert eine ganze Weile auch. Aber wenn wir der Seele nicht zuhören, dann kommt ja einfach der Körper. Und bei mir war es so bisschen so, dass ich 30 Jahre Extremigrene hatte und ich gemerkt habe irgendwas, also ich muss da dran arbeiten und es ist einfach so, dass jeder Mensch das kennt. Die einen haben was mit dem Rücken, die anderen haben was mit dem Magen, die anderen, also es ist einfach so, dass der Körper... Dann kieben wir immer beiseite und machen weiter. Und dann guckst du bei Social Media, da sind auch alle happy. Und dann kommt natürlich so ein Druck vielleicht. Den hast du ja auch gespürt. Total, absolut. ich meine Migräne ist eine Druckkrankheit, man so sagen, weil dann ist es wie so ein Wasserkocher, der dann irgendwann einfach

Speaker 1: Du hast ja Drehtage, musstest raus, du zwei Kinder, Familie und all das und trotzdem immer funktioniert. immer funktioniert und die Migräne kommt auch ganz klassisch, wenn der Druck nachlässt. Du schaffst das an so einem Drehtag, alles abzufrüstücken und du alle Adrenalin. Und dann konnte ich meinen Ur nachstellen, kommst du nach Hause, wupp, oder Urlaub, wupp, und dann bricht man einfach so in sich zusammen. Und ich hab das trotzdem ignoriert, ne? Und dann nimmst du dir die Tabletten, dann schmeißt du sie, rein und irgendwann hab Also du hast nie gefragt, was kann das sein? Du hast das Leben vor dem Rotlicht mit dem Scheinwerfern gelebt und auf der anderen Seite eben dann vielleicht mal die Zimmer verdunkelt oder Tablette reingeworfen und den ganzen Tag geschlafen. Und das ist eben Gleichzeitigkeit, genau wie Trauer und die erste Liebe. Aber warum ist es nicht aufgefallen? Also du guckst ja bei Licht und Schatten nochmal Ganz genau.

Speaker 1: schenkst uns ja praktisch deinen Blick und sagst, guck da mal hin. Also das, was wir alle jeden Tag leben, was selbstverständlich ist, willst du noch mal beleuchten. Genau, weil ich glaube, ich habe irgendwann gemerkt, ich würde jetzt mal so sagen, meine Kernkompetenz ist sehr schwere Themen, sehr leicht runterzubrechen. Also das ist so auch meine Bücher, ich möchte, dass es für jeden umsetzbar ist, dieses ganze Thema wie die Griech-Leichtigkeit, Freude und meine Bibel, womit damals als angefangen hat, war jetzt Die Kraft der Gegenwart von Eckhart Tolle. der ja ganz klar und eigentlich simpel beschreibt, wir haben nur das Jetzt. Vergangenheit ist vorbei, Zukunft ist nicht real. Und ich hab das immer im Kopf verstanden, aber ich konnte es nicht greifen. Es war mir irgendwie trotzdem zu fern. Und ich glaube, so geht es vielen Menschen. Viele Menschen haben dann diese Gleichzeitigkeit von mir gehört oder erfahren und dachten so, ach so, ja, das Leben ist ein Und. Also es existiert gleichzeitig und dadurch macht es überhaupt gar keinen Sinn. auf die sogenannten besseren Zeiten zu warten, weil es wird immer irgendwas parallel im Leben sein. Und wenn nicht in meinem Leben, dann auf der Welt oder bei meiner Freundin oder bei meinen Kindern. Und wir sind so ein bisschen in diesem Modus des Absitzens. Also das Kind ist krank und dann sitze ich das ab, Stress im Job und dann wartet man immer auf da. Das wird dann und wenn es dann besser ist, dann genieße ich mein Leben. Bis hinzu, wenn ich in der Rente bin, genieße ich mein Lebensum. Das kommt ja gar nicht. Dieser Moment kommt nicht. Und für mich ist das eher so wie so ein kleiner Wachrüttler.

Speaker 1: Aber wir machen das ja insofern schon, dass wir nach vorne gucken. Also wir sind ja geprägt und getragen auch von Erfahrungen aus der Vergangenheit, gute oder schlechte, je nachdem, was für Familienmann eben auch kommt. Und du hast ja auch gesagt, ich wollte auch meine Träume leben, ich wollte raus, ich der Star sein, ich wollte gesehen werden, ich wollte tolle Rollen spielen. Das ist ja in die Zukunft gerichtet. Und was vergessen wir dann jeden Tag im Grunde? Ja, also wir vergessen eigentlich im Moment zu sein. weil wir sind immer... Und warum feiern wir diesen Moment nicht? Das machst du ja sehr eindringlich bei Licht und Schatten zu sagen, feiert den Moment. Was verpassen wir denn, wenn wir ihn nicht feiern? so viel ist. Also jetzt gucke ich manchmal so zurück und denke so, also ich will gar nicht so so reumütig oder so sein, aber ich denke manchmal schon, wenn dann so Eltern mit kleinen Kindern, die dann zu mir kommen und sagen, ach, so jugendlich, auch toll, ja ich muss jetzt nur noch, das ist so anstrengend mit den kleinen Kindern. ich denke mir so, nein, genieß das, es ist so, aber natürlich kann man das in dem Moment schwer greifen, weil es ist wahnsinnig anstrengend. Was?

Speaker 2: Aber ich glaube, es sind so die Minimomente, dass man sagt, gar nicht so auf diese Quantität, sondern diese Qualität schauen, dieser kleine Moment und den auch wirklich wahrnehmen. Und manchmal denke ich so, habe ich das eigentlich gemacht? Ich weiß es nicht. Also als wenn wir zu flüchtig sind. Aber wenn wir sagen, wir gucken jetzt auf den Augenblick, wir sitzen jetzt hier, wir führen jetzt ein Gespräch, wir sind in einem Bücherpodcast, was ist denn dann die Gleichzeitigkeit? Die Gleichzeitigkeit kann sein, dass ich vielleicht jetzt mal theoretisch Sorgen zu Hause hätte. Genau. Okay, so meinst du das. dass natürlich auf der Welt auch schlimme Dinge passieren. Und ich merke ja, dass wir aktuell auch in so einem kollektiven Ohnmachtsgefühl uns befinden. Und ich empfinde das als sehr bedrohlich und auch immer schlimmer werdend durch Social Media, durch viele, viele Einflüsse und die Spaltung, die wir gerade so spüren. Der Ton wird rauer. Und das ist so auch etwas, wo ich gerne animieren möchte, die Gleichzeitigkeit zu schauen, weil gleichzeitig wirklich so viele gute Dinge auf der Welt passieren und wir sie einfach gar nicht wahrnehmen. Und wir aber kollektiv diese Negativentwicklung mitgestalten, wenn wir da nicht rausgehen und versuchen die Frequenz oben zu Und uns so mitspülen, wie bei so einer Toilettenspülung in diesem kollektiven Jammern hat man ja das Gefühl oder bei so einer großen Welle und du sagst ja auch, okay, du bist der Anfang deiner Realität, das kann ja sein, dass man Dinge positiv formuliert oder sagt, da gibt es aber auch das, es gibt nicht nur das, es gibt auch das Wir, nicht nur das Gegeneinander. Du kannst deinen Social Media Account ausstellen und gucken, dass der Algorithm jetzt dich nicht mehr findet, was auch immer. Aber das heißt, es ist ein

Speaker 1: Ja, es sind äußere Schatten und es sind innere Schatten, die uns natürlich auch einholen können oder eben auch positive Sachen. Absolut. Und ich glaube, wir können das auch ein Stück weit mit entscheiden. Also ich finde, also mir geht es immer ein bisschen dieses Ermächtigen. Also raus aus der Ohrenmacht und schauen, was kann ich wirklich jetzt und heute hier selber mit beeilen. Das machst du doch schon so lange, Susanne. Du sagst doch schon so lange, eben hast du gesagt, dem Panfetti, setz mal die rosarote Brille auf. Hast du dich davon jetzt ein bisschen verabschiedet oder? Nee, es ist eigentlich ein und. Es ist eigentlich jetzt ein und dazu gekommen. Also ich sehe einfach klarer, dass wir uns besser verbinden. Also ich kann besser verstehen, dass manche Menschen sich auch von dieser sehr positiven Haltung getriggert fühlen. Also dann schon auch sagen, so ja, wie soll denn das gehen? Ich habe hier drei Kinder, ich verdiene ein Viertel von dem wie du. Wie soll ich jetzt noch positiv denken? Und ich kann das jetzt viel besser Schreiben die auch die Leute, in solche Reaktionen kriegste auch.

Speaker 2: Ja, prozentual sehr, sehr wenig, muss ich sagen. Aber ich lese durch die Zeilen, sag ich jetzt mal so, oder ich kann das mittlerweile so bisschen mehr nachfühlen, dass auch so was im Raum steht. Und ich glaube, wir können uns viel besser verbinden, wenn man das Ganze sieht. Und ich möchte eigentlich auch mehr klatschen. ist aber wie eine Einladung, dass wir alle mal unsere Pupillen so bisschen polieren und anders auf die Welt schauen. Ja. Aber du weißt doch gerade, wie schwer es ist auch ist, andere zu sagen, lass uns mal die Hand reichen oder lass uns mal friedlicher, wenn wir bei deinem Beispiel bleiben, mit den Konflikten miteinander umgehen. Das hieße ja, du änderst dich, wenn sich jeder Einzelne für sich ändert, okay, dann sind wir ja schon mal viele. Aber wenn nur du dich änderst, was ändert sich dann? Naja, ich glaube viel. Ich glaube, dass der Gedanke ist super wichtig. Das ist ja so ein bisschen wie meine Kinder dann sagen, ja Mama, also okay, jetzt bist du halt Vegetarierin. Also wirst du die Welt jetzt auch nicht mit retten. Aber ich glaube, das ist die Welt retten. ich gehe da sehr nach Befragung. Es gibt so viele, starting with the man in the mirror, Michael Jackson. hier anfangen bei sich an.

Speaker 2: Schindler, wenn ich einen Mensch rette, rette ich die ganze Welt. also daran glaube ich total, ich oder meine Lieblingsgeschichte mit dem Seesterne, kennst du die? Die ist so schön. Ich kenne die mit dem Skorpion und dem Frosch und die ist jetzt eher negativ. Die Seestern-Geschichte ist, dass ein älterer Herr am Strand steht und immer die Seesterne ins Meer wirft. Und ein anderer Tourist guckt, sich das anguckt, dass sich ein Tag an, zwei Tage, drei Tage und nach drei Wochen spricht er ihn an und sagt, Entschuldigen Sie, mein Herr, ist ja schön, was Sie da versuchen, die Seesterne zu retten, aber es kommen doch immer Hunderte wieder an Land geschmült, das bringt doch gar nichts. Und dann bügt sich der Mann, nimmt einen Seestern, guckt ihn an und sagt zu dem Mann, für diesen hier. Für den macht es den Unterschied. Das ist eine schöne Geschichte. Und meine Skorpion- und Froschgeschichten erzähle ich dir nachher. Das heißt, es ist immer eine Frage der Perspektive. Ich kann meine Perspektive wechseln und ich kann es auch leben. Ich kann es auch durchsetzen. Jetzt hast du ja gesagt, es ist auch ein bisschen ein Journal und es ist eine Frage.

Speaker 1: Wo du erst denkst, die kommt einen Tag, dann kommt die zwei Tage, dann kommt die drei Tage, die Lichtfrage, wofür bin ich heute dankbar? Und was dürfte ich heute geben? Die kommt immer wieder. Und durch diese Redundanz verändert man den Blick oder was macht das? Absolut. Also ich glaube, Dankbarkeit gehört zu den höchsten Schwingungen mit Liebe und Authentizität. Und Dankbarkeit ist super wichtig, weil wir verlieren einfach uns in diesem immer wieder auf das zu gucken, was wir nicht haben. Und Dankbarkeit zeigt uns einfach immer wieder, was alles schon gut ist. Und da brauchen wir die Wiederholung, auch zu verstehen, dass es nicht immer diese riesigen Sachen sein müssten. Ich bin dankbar, dass ich jetzt heute hier doch noch angekommen bin in dem Podcast. Ich bin auch. Da hätten wir einen ähnlichen Eintrag. Genau. ach ja, ich bin, also dann fallen einem wieder so auch Kleinigkeiten ein, die man heute vielleicht gesehen hat. Und was darf ich heute geben, ist auch sehr wichtig, weil es geht ja eben nicht nur darum, was ich so kriege im Leben, sondern was kann ich im Kleinen auch geben. Und das sind manchmal auch mini, mini, mini Sachen. Aber für den anderen kann das auch die ganze Welt bedeuten. Also ich...

Speaker 2: trainiere so bisschen, bzw. hat mich da mein Papa auch sehr inspiriert, weil er so Mensch der kleinen Begegnungen war. Und er hat immer so viele Komplimente gemacht. Und das war so toll, es wirklich, er hat immer die Menschen gesehen. Und im Supermarkt dann ganze Schlangen, die mussten dann immer ewig warten, weil er sich mit der Kassiererin unterhalten hat und irgendwie ihr irgendwie nette Sachen gesagt hat. Und dann haben sich die Leute beschwert und sagt, da kann man heute nicht mal mehr. fünf Minuten sich unterhalten. Und es geht wirklich so darum, dass diese Frau dann an der Kasse mit einem besseren Gefühl geht, als sie vielleicht im Kommen ist. Ja, das ist schön, sich diesen Augenblick Zeit nehmen und dadurch selbstempathisch sein, den anderen sehen. Aber wie du ja auch schreibst, warum warten wir immer nur auf den perfekten Moment und machen nicht den Moment perfekt? Das kann ja sein, dass du selber immer auf ein Kompliment wartest, egal in welchem Job man jetzt ist und dass man dann vielleicht sagt, aber bis ich eins bekomme, verteile ich mal welche. Total, ich höre das so auf, die Leute, sagen, ich wünsche mir mehr Sisterhood und wir Frauen, sollten uns viel mehr unterstützen und ich sehe das nur so und so und dann habe ich, sage ich, wann hast denn du das letzte Mal das gemacht? was passiert dann, wenn du denen das umdrehst und die Frage stellst, dann kommt ja, stimmt, könnte ich ja eigentlich. Und wenn man dann ins Handeln kommt, dann ist man ja auf dem Weg dessen, was du ja auch sagst, ein Gamechanger hin zu mehr Frieden und zu mehr Leichtigkeit, also auch inneren, eigenen Frieden. Du meinst ja nicht immer nur den großen

Speaker 2: Nee, ich meine nicht den großen Frieden. Weil wir können so viele Dinge nicht beeinflussen auf der Welt. Also ich gehe da nach der Devise, wir können nicht alles beeinflussen, was auf der Welt passiert, aber wir können beeinflussen, wie wir damit umgehen. Und das ist so für mich der größte Grad an Freiheit, den wir einfach wirklich besitzen. Und dann nennen mich die Menschen natürlich naiv manchmal. Aber mir ist das egal. sehe das irgendwie so. Mut bedeutet für mich in der heutigen Zeit immer noch optimistisch zu bleiben. Und das auch total zu leben. Und auch gegen aller Widerstände zu sagen, nee, ich sehe das einfach anders. Und das Schöne ist, dass die Leute, die Reaktionen sind wirklich schön, weil ich sage ja gar nicht mehr, das habe ich mir auch abgewöhnt, ich habe ja aber aus meinem Broadchat geschrieben, ich sage nur noch und. Ich sage dann zu meiner Freundin, dann auch sagt, Susan, jetzt mal ganz im Ernst, jetzt musst du doch mal aufhören, so immer die rosarote Brille, da draußen geht die Welt unter. Und dann sage ich zu ihr, weißt du, ich verstehe dich. Und trotzdem sehe ich es anders. Und dann fühlt sie sich ja trotzdem gesehen und auch verstanden und dann lacht sie und sagt, ja ich weiß, ich wünschte, ich könnte es auch manchmal so sehen. dann fällt es ihr vielleicht leichter, weil sie dann nicht wieder in die, Du negierst nicht ihren Blick auf, so wie sie gerade vielleicht die Welt sieht, sondern du versuchst sie ein bisschen mit in deinen Blick zu holen. Du stießt aber eben auch für Gleichzeitigkeit. Wir haben das Gespräch damit angefangen mit deinem Papa und mit der Trauer den Papa. Es ist der 8.2.24, Piero stirbt und du hast es gerade selber auch gesagt, der Bürgermeister von Eppendorf, der Menschenfänger im besten Sinne des Wortes, der empathische Restaurantbesitzer. Und gleichzeitig bist du in Produktion. Also du musst funktionieren, womit du dein Geld verdienst. Ich weiß nicht, das war jetzt nicht Let's Dance, wo mitgemacht hast, das war auch nicht das Promi-Backen und so war es. War das das Promi-Backen, wo du den zweiten Platz gemacht hast? Oder ersten? Nein, zweiten Platz gemacht hast. Und wie geht das? Weil man gibt ja dann dem Publikum ein anderes Gesicht. Ich kenne das auch nach dem Unfalltob meines Bruders und habe dann ja auch produziert wieder und trotzdem.

Speaker 1: hast du ja so ganz schweren Klumpen in der Herzregion. Und gleichzeitig schenkt einem ja das andere auch wieder Glück und zeigt, dass das Leben weitergeht mit all den Dingen, die wir auch lieben am Leben. Das kann ich sehr nachvollziehen. Das ist für mich das deutlichste Beispiel dieser Tag, den du beschreibst. Und da nimmst du uns ja sehr mit auf den persönlichen Moment auch. Ist das Teil deiner Bücher auch, zu sagen, ich Ich gebe auch was von mir? Ja, ich glaube, anders funktioniert es ja gar nicht, weil man es nur in der Theorie erklärt und erzählt. Wir können uns nur verbinden mit eigenen Geschichten und ich versuche, da die Leute sehr nah mit reinzuholen. Anders funktioniert es für mich gar nicht, weil ich, Authentizität ist für mich, glaube ich, höchster Wert. Und ich bin bei Instagram jetzt nicht super, super aktiv, manchmal sehr aktiv, manchmal nicht so aktiv, auch so, wie es mir gerade gefällt. Aber in der Phase meines Lebens war ja gerade viel los und dann, wenn ich das ausklammern würde, also ich, ich echt mich gefragt, ich, also das geht ja gar nicht. Also mein Papa war ja omnipräsent in meinem Leben und dann kann ich ja nicht plötzlich so tun, als wäre das nicht da. Das heißt, es gab für mich nur die Möglichkeit zu sagen, dass es passiert und gleichzeitig wollte ich wirklich, dass jeder den blöden Fernseher anmacht, weil das so schön war, dass ich dachte, darf man das jetzt? Und ich hab's auch in Frage gestellt. Darf ich mich unter diesen Umständen jetzt über diese komische Fernsehsendung freuen? Und ich hab mich entschieden, ja, natürlich darf ich das. Weil es ist jetzt, es ist jetzt und morgen kann ich auch tot sein. und mein Papa würde sich wirklich, wie man so schön sagt, im Grabe umdrehen.

Speaker 2: Wenn ich das nicht abgefeiert hätte, weil ich meine, war jetzt obvious mein größter Fan. Aber auch von den Enkelkindern, wenn er geklingelt hat und gesagt hat, hallo, bin ich hier bei den besten Enkelkindern der Welt. Einfach schöne Sätze natürlich. Aber dieser warme Wortregen fehlt ja jetzt auch so ein bisschen. Und da ist ja die Gleichzeitigkeit nicht mehr da. Die wird dann abgelöst durch eine andere Gleichzeitigkeit. Und du schreibst ja auch so schön. Ja, es wird nicht immer besser. Man heult auf der Couch, der Papa ist verstorben, gleichzeitig guckst du, wie die Quote ist vielleicht oder ob das Format gut läuft. Aber anzunehmen, dass es anders wird, ohne es vielleicht zu werten, das muss ja nicht besser werden, das muss auch nicht schlechter werden, anders ist auch okay, sagst du. Und das fand ich, das ist so ganz simpler Satz, anders ist auch okay. Und anders heißt es ja, sich auch zu lösen von dem, was wir uns vielleicht gedacht haben, wie es sein wird in Zukunft. Wie das Projekt laufen wird, wie der Regisseur, wie die Teamleiterin sein wird. Und dann ist es anders. Und das nicht mehr dagegen zu kämpfen, sondern es anzunehmen. Das fand ich sehr... Ja.

Speaker 2: Annahme ist, glaube ich, die größte Heilung generell im Leben. Weil ich meine, Leid ist Anhaftung. Loslassen ist so ungefähr das Schwerste, was wir lernen dürfen im Leben auf allen möglichen Ebenen. Und Annahme ist wirklich der erste Schritt. Und ich finde, das entwickelt sich so schön. weil klar, und es kommt ja immer wieder, immer wieder kommen Situationen. Ich bin gar nicht mal so gut in diesem Annehmen. Ich bin auch ein krasser Kontrollfreak und möchte gerne, dass die Dinge so laufen, wie ich es gerne hätte. Aber das Leben hat nun mal andere Pläne. Ja, du bist Anfang 40, du hast beide Eltern verloren, deine Mama sehr früh und das Buch wäre wahrscheinlich durch den Tod deines Vaters dann gar nicht entstanden. Genau, das war auch ein krasser Moment, als ich dann auch, ich habe eine Keynote zu diesem Thema auch geschrieben und habe die Uhr aufgeführt im Sommer beim Greater Festival von 15.000 Leuten und da hatte mich dann RTL irgendwie begleitet und dann haben sie auch gesagt, ja wie ist das jetzt hier für dich? Und dann habe ich auch gedacht, krass, es ist so schön und es war der schönste Moment, also gehört zu meinem Highlight-Moment meines Lebens und dann ist mir auch bewusst geworden, Aber der wäre ja nie passiert, wenn mein Leben anders gelaufen wäre.

Speaker 1: Jetzt sind wir fast zwei Jahre, wenn wir unser Gespräch ausstrahlen, und es ist der zweite Jahrestag seines Todes. Und ist das so, dass du jetzt nicht durch das Buch, aber dass du mit ihm in Kontakt bist und denkst, manchmal passieren die Dinge einfach auch, weil da vielleicht jemand ist, der so bisschen auf mich aufpasst? Ja, ich versuche so zu denken. Also ich versuche mich immer mehr auch da zu öffnen, dass das genau so ist. Und wir haben uns auch ganz witzig jetzt entschieden für unser neustes Projekt von meinem Mann Jakob und mir. Jetzt geht's Liebe. ja, es war nicht geplant, aber den Termin, den wir uns ausgesucht haben für unser neustes Projekt ist der 8. Februar. Und das ist ja der Todestag von meinem Papa gewesen. Und irgendwie war es zufällig, aber anscheinend gibt es keine Zufälle, dass das irgendwie da gefallen ist. Und dann guckten wir beide auf diesen Kalender und hatten denselben Gedanken. Und dann habe ich ihn angeguckt und habe gesagt so, Gott, ist das jetzt gut? Und dann sagt er so, ich glaube, es ist genau richtig. Äh, Liebelex Level heißt das? Masterclass? Was ist denn das für ein Projekt? Ja, es ist ganz cool.

Speaker 1: Du bist jetzt so eine Art Beziehungsberaterin zusammen mit deinem Mann, weil ihr sagt, hey Leute, wir haben schon 30 Jahre auf Rücken, wir wissen, wie es läuft. Wir haben Krisen gehabt, wir haben uns angeschrien, wir haben all das gemacht, was wir natürlich auch machen in Beziehung. Ihr ganze verrückte Achterbahnfahrt, aber ihr seid eben seit euren Tier-Angel-Jahren noch immer zusammen. Und davon wollt ihr bisschen jetzt Tipps abgeben oder was ist das? Ganz genau. wie alles in meinem Leben, es kommt ja irgendwie so zu mir und dann weiß ich recht schnell, was das Richtige ist. Also, wenn ich dann so dieses Kribbeln fühle im ganzen Körper und so in so einen Flow komme, das ist auch... Nicht aufs Handschein, Und dann muss die auch ganz schnell und umgesetzt werden. Und hier war es auch so, dass immer die Leute gefragt haben, immer wieder die meist gestellte Frage in jedem Interview, jeder roter Teppich, war es so lange, wie geht das, wie geht das, wie geht das? Und ich habe immer Aber es gibt ein Bedürfnis, wenn ihr alle diese Frage stellt.

Speaker 2: Ja, es ist ein großes Bedürfnis, ist irgendwie auch so ein großes Mysterium, was wir da ja darstellen. Und witzigerweise in meiner Peakzeit, bei GZSZ noch, so 2005, 25, dann haben die Leute gesagt, ja, und wie lange bist du denn schon mit deinem Mann zusammen? Und damals habe ich ja schon gesagt, zehn Jahre. Das war in der damaligen Zeit schon völlig so. Wie zehn Jahre? Dann dachten manche auch, ich wäre vielleicht noch 20. Dann waren sie völlig verwirrt. Und es war immer schon so lang. Und es wurde immer länger. Und heute ist natürlich so 30 Jahre. verrückt. Und uns ist klar geworden, ganz ehrlich. Jede Beziehung ist anders, jedes Paar ist anders, jeder bringt eine andere Geschichte mit. Man kann sich ja da anmelden bei der Masterclass, da gibt's glaub ich, weiß gar nicht, ob ihr eine Warteliste habt. Man kann auf jeden Fall mitmachen und dann sagt ihr, was willst du einem anderen Paar mitgeben? Weil wenn die Tür zugeht, weißt du ja nicht, was hinter diesen Türen Aber es gibt diverse Strukturen und es gibt wirklich Dinge, an denen wir uns orientieren können. Und es ist richtig, jedes Paar ist anders, jeder Mensch ist anders. Aber wir glauben ganz fest daran, wenn du einmal das Prinzip Beziehung verstanden hast, gilt das sogar nicht nur für deine Partnerschaft, es gilt, deine ganzen Beziehungen werden sich verändern. Aber spoilern, schon mal einen Tipp hier raushauen oder sollte ich mich anmelden?

Speaker 2: Du musst dich natürlich anmelden. es geht natürlich... Ja, weißt du, und es ist gar nicht für Leute nur, sagen, ey, uns kriselt es. Es geht wirklich um dieses Next Level. Es geht darum zu sagen, hey, es ist okay, so wie es ist, aber ey, ich will mehr. Ich will auch, dass es die nächsten 30 Jahre noch richtig rapide bergauf geht, ja. Und viele gucken uns immer an und sagen, wie kann man denn nach 30 Jahren immer noch so... Ihr seid manchmal noch so wie Teenager. Und wir arbeiten jetzt nach 30 Jahren das allererste Mal zusammen. Lass mal mein Schatz, das läuft super bei uns.

Speaker 2: Das ist für uns eine große Herausforderung. dann ich mal zusammen Tennis spielen oder einen Kinderzimmer tapezieren. Ja. Vielleicht ist nach der Masterclass alles noch anders, weil du ihn auch noch mal von der anderen Seite kennst. Das passiert jetzt. Also jetzt in der Vorbereitung. Wir kommen an Grenzen, die haben wir nicht kommen sehen. Und ich habe das Gefühl, ich kenne diesen Menschen gar nicht. Und er sagt auch so, ich... Und wir sind so unterschiedlich. Aber was sich zeigt, sind immer nur Spiegel. Und da wird es interessant. Wir reden ganz viel über Trigger-Punkte. Wir reden ganz viel darüber, warum sind Menschen in unserem Leben? Was hat das mit uns zu tun? Und es ist auch für Singles, die einfach sagen, ey, ich kriege immer das Gleiche in einer anderen Verpackung. Das hat doch einen Grund. Und diese ganzen Mysterien lösen wir auf. und die kannst du in jeder Beziehung Das ist doch wie im Buch, letztendlich zu schauen auf das, was macht dich aus, was bringt mich voran, was macht mich empathisch, was lässt mich teilhaben an dem, was eine Beziehung auch ausmacht, was gebe ich von mir, was gebe ich ab und was kann ich auch annehmen. Viele können ja auch wenig abgeben und wenig annehmen.

Speaker 2: Aber sich zu fragen, woher kommt das? Das tun die wenigsten. Und da geben wir wirklich so ganz viele Impulse mit. Und ich glaube, es ist ganz schön für die Menschen, wenn es nicht so eine Therapieform hat. Also nicht, dass sie das Gefühl haben so, Gott, sondern es ist eher aus dem Leben. Und wir machen uns da wirklich ein bisschen nackig und mit viel Humor, so wie wir auch sind. Aber es ist einfach echte Geschichten. Und wir haben es ja obviously geschafft. Und ich glaube, das macht uns zu Experten, würde ich sagen. Das Leben hat mich zu einer Expertin gemacht, aber das ist ja tatsächlich so. Im Buch Licht und Schatten schreibt es ja nochmal ganz schön, machen ist wie zuhören nur krasser. das gehört ja auch zu Beziehungen dazu. Man muss was machen, aber man muss natürlich auch zuhören, sich engagieren, sich einbringen und nicht irgendwie alles einschlafen lassen, weil man denkt, der andere ist ja da wie das Möbelstück und man muss gar nichts dafür tun. Ihn sehen, Sie sehen und Das finde ich eigentlich ganz schön an dir, dass wenn du was spürst, du hast es als Herbstkörperkribbel beschrieben, dass du es dann auch wirklich machst. Also bist du dann immer angstfrei? Ja. Also ich glaube, ich bin schon echt ein mutiger Mensch. Also wenn ich mir so mein Leben angucke, ich lieb's auch außerhalb meiner Komfortzone. Ich sag immer, das ist mein Lieblingsort. Ich glaube, deswegen habe ich mir diesen verrückten Schauspielerberuf ausgesucht, weil irgendwie macht das so Türen auf. Und im Leben bin ich gar nicht mal so angstfrei. Also überhaupt nicht. Ich eher so eine Mimose. Aber in diesem Job, ich weiß nicht, da passiert irgendwas in mir. Und ich finde das sehr Ja schön, ich fühle mich so lebendig. Hm, glaube ich, ist das, ich...

Speaker 1: Und das ist noch mal anders in deiner Rolle jetzt als Mutter, weil man weiß ja auch, ihr seid in Berlin, du hast auch zwei Kinder, hast auch den Alltag, teilweise teilst du davon was, teilweise teilst du davon nichts. Und das ist anders in deiner Rolle als Mutter? Du siehst in der Rolle der Schauspielerin? Ja, ich würde schon Ja, und auch als Moderatorin oder deswegen liebe ich auch diese ganzen Shows, Let's Dance, Meskitsinger, also überall, wo ich irgendwie was Neues lernen kann, wo ich irgendwie so eine Grenze überschreite. Und ich habe immer das Gefühl, im Leben ist mein Mann der Mutigere, so im echten, da ist er besser strukturiert, besser organisiert, da er irgendwie so einen Weitblick und irgendwie sind wir da auch so gut ergänzt wie so ein Puzzle. Und deswegen ist es jetzt auch spannend mit unserer Zusammenarbeit, weil da verändern sich so Strukturen und dann ist man plötzlich ganz so anders. Und da fängt es auch wieder an, total Spaß zu machen, weil es wieder außerhalb der Komfortzone ist. Aber darum geht es ja auch im Leben, sich da raus zu bewegen und dann mutig zu sein. Ich glaube, das Neugehen noch ein ganz wichtiger Faktor ist, dass man die Fühler ausstreckt und ja, wie wir, mit welcher Haltung wir durchs Leben gehen. Das man ja auch nochmal bei deinem Buch mit. Was packe ich ein für diese Lebensreise? Und manchmal muss man dann den Besteckkasten irgendwie wieder neu sortieren oder den Werkzeugkasten. Was ist denn das, was dich momentan so trägt durchs Leben in der jetzigen Lebensphase?

Speaker 1: Ach, du hattest so viel Erfolg, du hattest Prominenz und hast sie ja auch noch. Du bist Autorin, du bist aber auch Speakerin, du bist Influencerin. Also es sind ja sehr viele Rollen, in denen du bist. Rollen und eigentlich momentan beschäftige ich mich mit dem genauen Gegenteil davon. Ich frage mich eigentlich die ganze Zeit, wer bin ich ohne das alles? Und ich glaube, das ist so die spannendste Zeit und die spannendste Reise, weil ich für mich auch gemerkt habe, wie lange ich mich über viele Dinge identifiziert habe und wie sehr ich das so brauchte in meinem Leben. Und gerade löst sich das ein bisschen und es fühlt sich viel leichter an, weil ich das Gefühl habe, ich brauche muss nicht mehr liefern? Wie würdest du das beschreiben? Ich bin viel gnädiger mit mir so. Also ich habe das Gefühl, ja, ich muss das nicht mehr liefern. Das stimmt, das ist eigentlich schon das Richtige. Also ich habe viel gemacht und es hat mir auch viel Freude bereitet. Zwischendrin waren große Krisen, da habe ich mich gefragt, will ich das eigentlich noch so? Und das hat mich ja auch zur persönlichen Weiterentwicklung gebracht. Und heute ist es ganz schön, weil heute habe ich das Gefühl, ach, ganze Fernsehen und es ist schön. Aber ich glaube, es war für mich der Weg dahin, das jetzt zu machen.

Speaker 1: Aber das ist vielleicht dein Geschenk der Gleichzeitigkeit, dass du auf der einen Seite sagst, du gehst immer noch weiter nach außen, ja, mit deiner Energie und auch deiner Verletzbarkeit. Ich glaube, dass das auch ganz wichtig ist, dass das Leute bei dir spüren. Und gleichzeitig gibst uns aber so ein schönes Journal mit einem tollen Text dann mit. Susanne Sideropoulos, Licht und Schatten, das Geschenk der Gleichzeitigkeit haben wir heute besprochen bei Book Deluxe. Und ich danke dir. Ich danke dir. Ich wollte sie gerade schenken, aber du hast es ja schon. Danke dir. Ja, ich häng's dir dann nicht mehr. Wenn du gerade nochmal, das wäre vielleicht noch eine letzte Frage, ich habe, momentan auf dein Leben guckst, jetzt so wie es ist, in deinem Status, in deiner Situation, welchen Titel würdest du deinem Leben gerade geben? Wow, Gott, welchen Titel würde ich mein Leben geben?

Speaker 2: Danke. Danke für alles. Ich danke dir, Susanne.